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Mit Wurschtsemmeln ins Nirvana

Bayerische Popmusik mit viel Gejodel:Maria Reiser im Haberkasten. vk
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Bayerische Popmusik mit viel Gejodel:Maria Reiser im Haberkasten. vk

Barfuß steht Maria Reiser auf der Haberkasten-Bühne, in Lederhosen, mit trotzigem Blick und unheimlich viel Energie. Die Hallertauerin Maria Reiser startete nach einer kurzen Babypause Ende 2015 ihre Release Tournee für ihr Debut Album „Bayern Delüxe“.

Und gleich zum Auftakt zeigt sie, wo die Reise an diesem Abend hingeht: Sie animiert das Publikum zum mitklatschen und schunkeln – passend zu ihrem musikalischen Gemisch aus Jodeln und kernigem Pop, untermalt mit bayerischen Geschichten.

In ihren Songs geht es weniger um Inhalte als vielmehr um das Bayerische an sich. Mit Jodel-Pop appelliert sie an ein Lebensgefühl, versucht mit „Auf geht’s“, „Gemma“ „mitmachen Leute“ blau-weiße Festzeltatmosphäre heraufzubeschwören. Und singt über Wurschtsemmeln, das Nirvana und Weißbierkeiwe.

Die Lieder sind gespickt mit Zungenbrechern. Bestes Beispiel: die „Kellnerin hot s’Bsteck z’spat b’stellt“. Es geht aber auch ruhiger, in der sehr schönen Ballade „Mein Land“ besingt Maria Reiser das wohlige Gefühl, eine Heimat zu haben.

Inspiriert von Reisen nach Afrika und in die USA stehen aber auch merkwürdige Klangwelten wie in „D‘ Sonn scheint“ auf dem Programm. Auch zwei Coverversionen hat Maria Reiser im Gepäck. Ein Stück von Alanis Morissette „Hand In My Pocket“ und, als Zugabe gespielt, von Peter Fox „Haus am See“. Beiden Liedern hat sie ein ganz eigenes, bayerisches Korsett verpasst.

Begleitet wird sie dabei von Ludwig Beck an der Posaune und von Florian Gröninger an der Tuba, am Bass und am Akkordeon. Am Schlagzeug sorgt Ehemann und Musik-Produzent Stephan Ebn souverän für das Fundament der Stücke und glänzt zudem mit ein paar Soli. Maria Reiser selbst spielt Gitarre und Akkordeon.

Man kann sich gut vorstellen, wie die Band auf Volksfesten oder größeren Festivals ein feierwütiges Publikum animiert. Das funktioniert im Mühldorfer Haberkasten nicht. Bistrotische sind nun einmal keine Biertische. Und schunkeln lässt sich deshalb im Festzelt auch besser.

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