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MÜHLDORFER SOMMERFESTIVAL

Von der Wachau hinaus in die Welt – Virtuosität inklusive

Nicht nur am Instrument, sondern auch mit ihrer Stimme beweisen die Künstler von Federspiel große Musikalität.“ Von links: Ayac Iuan Jiménéz Salvador, Simon Zöchbauer, Matthias Werner.
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Nicht nur am Instrument, sondern auch mit ihrer Stimme beweisen die Künstler von Federspiel große Musikalität.“ Von links: Ayac Iuan Jiménéz Salvador, Simon Zöchbauer, Matthias Werner.

Federspiel entführt mit traumhaften Klängen vom Innviertel bis nach Mexiko

Mühldorf – Charmant und ungezwungen – so präsentieren sich nicht nur die sieben Musiker der Band Federspiel. Auch ihre Musik verzaubert mit ihrem „Programm „Wolperting“ auf ganz natürliche Weise das Publikum im Innenhof des Mühldorfer Haberkasten. Die siebenköpfige Brass-Band aus der österreichischen Wachau präsentiert an diesem Abend ausschließlich Eigenkompositionen oder eigene Arrangements, die auf feinfühlig traditionelle Musik mit neuen Klängen verbinden.

Wie Tautropfen in der Ohrmuschel

Den Anfang macht das Stück „Tau“, komponiert vom Posaunisten der Band, Matthias Werner. Der Name sagt auch schon alles über die Musik – wie Tautropfen legen sich die Klänge der Blasinstrumente in die Ohren der Zuhörer. Dass Blasmusik auch so klingen kann, hat viele überrascht.

Erst Skanidnavien, dann über den Atlantik

Danach nimmt die Brass-Band die Zuhörer mit auf eine Reise nach Skandinavien. Tubist Roland Eitzinger hat sich bei einer Konzerttournee der Band in Norwegen von einem Wasserfall und einer dazugehörigen norwegischen Sage zu wirklich märchenhafter Musik inspirieren lassen.

Die Improvisationslist kennt keine Grenzen

Von Norwegen geht es mit dem Stück „El Buscapiès“ quer über den Atlantik – nach Mexiko. Mit diesem Stück zeigten die Musiker einen zentralen Bestandteil ihrer Musik: die Improvisation. Während Trompeter Ayac Iuan Jiménez Salvador den spanischen Text singt, spielen Matthias Werner an der Posaune und Frédéric Alvarado-Dupuy an der Klarinette wunderschöne Melodien.

Maximale Begeisterung ist wenn auch die Musiker Freude am Spiel haben

Nicht nur das Publikum ist begeistert, auch den Bandmitgliedern ist die Freude am Musizieren anzusehen. So wie sich nun in ihrer Musik immer wieder neue Facetten öffnen, bewegen sich auch die Musiker auf der Bühne. Bei zweistimmigen Stellen stellen sie sich gegenüber und schauten sich in die Augen, ein intensives Gefühl von Intimität entsteht da, das sich auch auf das Publikum überträgt. Die Bandmitglieder tanztn und lachen – und scheinen eins mit ihren Instrumenten zu sein.

Innviertler G‚stanzl nach derPause

Nach der Pause zeigen die Musiker noch mehr von ihrem gesanglichen Talent. Mit traditionellen innviertler G’stanzln, von der Band neu interpretiert, erheitert Federspiel das Publikum. Philip Haas, Ayac Salvador und Matthias Werner tragen die G’stanzl, begleitet von den anderen Mitgliedern ihrer Band, vor und zeigten, wie hohes musikalisches Niveau und Witz gekonnt vereint werden kann. Das gilt auch für das Stück „Rosenhang“: traditionelle Musik auf humorvolle Weise aufbereitet.

Authentisch und humorvoll gestalteten die Musiker der Band „Federspiel“ ihren Auftritt.“

Jodler sorgt für Gänsehautmoment

Simon Zöchbauer, normalerweise Trompeter, Sänger und Komponist der Band, beginnt, eine bekannte volksmusikalische Melodie auf der Zither. Frédéric Alvaro-Dupay steigt mit der Klarinette in das Stück ein und improvisiert passend zur Zithermelodie. Nach und nach komplettieren alle anderen Bandmitglieder mit ihren Instrumenten den reigen. Die einfache Volksmusik geht über in ein virtuoses Spiel.verbunden mit einer beeindruckende Interpretationsbandbreite.

Auch für zahlreiche Gänsehautmomente sorgt Federspiel. Höhepunkt ist ein Jodler, den drei der sieben Musiker a capella, also ohne instrumentale Begleitung, vortragen, belohnt mit tosendem Applaus vom Publikum.

Authentisch, humorvoll, emotional

Der Auftritt von Federspiel ist ein durch und durch gelungenes Konzert, der krönende Abschluss des diesjährigen Mühldorfer Kultursommers. Die Band sorgt mit ihrer berührenden Musik und ihrer authentischen, humorvollen Art für intensive gefühlvolle Momente genauso wie für herzhaftes Lachen. Ein abwechslungsreiches Programm, für Zuhörer jeden Alters geeignet ist. Trompeter Philip Haas bringt es am Ende auf den Punkt: „Wenn Sie heute nur halb so viel Freude hatten wie wir, dann war das ein gelungener Abend für uns!“ Der lang anhaltende Applaus, begeisterte Rufe und stehende Ovationen beweisen: Federspiel hat alles richtig gemacht!

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