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Das "Duo Farbenspiel" eröffnet im Carl-Orff-Saal gekonnt das Jubiläumsjahr der Kammerkonzertreihe

Voller Anmut und klanglicher Wärme

Gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr: Das "Duo Farbenspiel" mit Franziska Dallmann, Flöte, und Magdalena Ernst, Klavier. Foto kis
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Gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr: Das "Duo Farbenspiel" mit Franziska Dallmann, Flöte, und Magdalena Ernst, Klavier. Foto kis

Die erfolgreiche Töginger Kammerkonzertreihe geht in ihr 20. Jahr. Zur Saisoneröffnung präsentierte Albert Kasböck im Carl-Orff Saal das "Duo Farbenspiel" mit Franziska Dallmann, Flöte, und Magdalena Ernst, Klavier. Die beiden boten ein abwechslungsreiches Programm mit Werken aus Barock, Klassik und Romantik.

Mit Johann Sebastian Bachs A-Dur-Sonate BWV 1032 die das Programm eröffnete, gewannen die beiden Künstlerinnen rasch die Sympathien der Zuhörer. Sie beeindruckten durch ihren kultivierten Vortrag und brachten die lebhaften Ecksätze in unbeschwerter Heiterkeit zum Ausdruck. Im melodischen "Largo e dolce" verzauberte Franziska Dallmann mit ihrem reinen und klaren Flötenklang. Magdalena Ernst war eine mustergültige Begleiterin, die in den dialogartigen Passagen von der Führungs- zur Begleitfunktion wechselte. Sie verstanden es die Vielschichtigkeit der Sonate offenzulegen.

Es folgten die "Variationen über das Lied Trockene Blumen" für Flöte und Klavier von Franz Schubert, ein Werk, dass bewusst auf den Virtuosen zugeschnitten ist und für beide Instrumente dankbare Partien enthält. Es bot der Flötistin Franziska Dallmann Gelegenheit ihr spieltechnisches Können zu zeigen. Auch Magdalena Ernst verstand es den anspruchsvollen Klavierpart mit akzentuiertem Anschlag glänzend zu gestalten. Dem "Duo Farbenspiel" gelang es in den kunstvoll figurierten Variationen die Gemütsstimmungen wie Fröhlichkeit und Traurigkeit mit Transparenz und Präzision wiederzugeben.

Mit der Fantasie op.79 für Flöte und Klavier von Gabriel Fauré brannten sie ein Feuerwerk an Virtuosität ab. Voller Anmut und klanglicher Wärme breiteten sie das einleitende "Andantino" aus. Franziska Dallmann verstand es mit langem Atem Flötenton mit feinstem Vibrato zu veredeln. Im finalen "Allegro" mit seinen hüpfenden, fröhlichen Staccato-Passagen und höchsten Tönen zauberte sie ein wunderbares Klangbild in den Saal.

Zum Abschluss spielte das Duo die A-Dur-Sonate für Flöte und Klavier von César Franck. Ein Werk ursprünglich für Violine und Klavier komponiert, das Franck seinem Freund, dem Geigenvirtuosen Eugène Ysae zu dessen Hochzeit gewidmet hatte. Der erste Satz mit seinen lyrischen Passagen, an das Wiegen einer Barcarole erinnert, wurde von Franziska Dallmann sehr feinfühlig gestaltet. Im zweiten Satz mit seinen pianistischen Eröffnungspassagen brillierte Magdalena Ernst mit kultiviertem Anschlag. Das Recitativo-Fantasia mit seiner Melodik und meditativem Charakter verstand die Flötistin mit farbiger Tongebung in edler Schönheit erklingen zu lassen. Im Finale mit seinem durchziehenden kanonischen Wechsel von Flöte und Klavier kostete Franziska Dallmann die Klangfarben der Flöte bis in die Extreme aus.

Die jungen Damen zeigten sich als harmonierendes Duo und erfreuten nach anhaltendem Schlussbeifall die Zuhörer noch mit "Krishna" von Albert Roussel als Zugabe.

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