Überzeugender Auftritt der Jungen

Die Solisten-Bürder Stephan Mayrhuber (Klarinette, rechts) und Thomas Mayrhuber Bassethorn bestachen mit hohe Ausdrucksfähigkeit.
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Die Solisten-Bürder Stephan Mayrhuber (Klarinette, rechts) und Thomas Mayrhuber Bassethorn bestachen mit hohe Ausdrucksfähigkeit.

Nach einer einwöchigen intensiven Probenphase mit den Dozenten Sophie Trobos, Monika Gaggia und Eduard Geroldinger, präsentierte sich das Inn-Salzach-Euregio-Jugendorchester (ISEJO) unter der Leitung ihres Dirigenten Ingmar Beck im Mühldorfer Stadtsaal mit einem begeisternden Konzert.

Carl Maria von Webers Ouvertüre zu „Oberon“ erwies sich optimal für den Einstieg in das abwechslungsreiche Programm.

Von Anfang an überzeugte der warme Klang und die Stilsicherheit des jungen Orchesters. Nach der geheimnisvollen und flirrenden Einleitung und des Hornmotivs, gefolgt von schnellen Passagen der Violinen, wechselnden Bläsersoli und rhythmisch zuckenden Tutti-Akkorden, in perfektem Dialog gespielt, huschten die klangvollen Themen vorüber.

Dem folgte die Konzertstücke op. 113 und op. 114 für Klarinette, Bassetthorn und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Solisten waren Stephan Mayrhuber Klarinette und Thomas Mayrhuber Bassethorn. Sie bestachen mit erstaunlich großer Ausdruckskraft. Vor allem in den technisch höchst anspruchsvollen Ecksätze beider Werke war die exquisite Klangkultur der jungen Künstler zu bewundern. In den graziösen Rondo-Finale wussten die Solisten mit einer mühelosen Atem- und Grifftechnik zu glänzenden und ernteten großen Applaus.

Den Abschluss bildete die Symphonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssinfonie“ von Robert Schumann. Mit Hörnern und Trompeten eröffnete sich langsam der erste Satz und der Frühling kündigte sich mit einem schmetterlingshaften Flötensolo an. Im „Laghetto“ mit seinen schwärmerischen Themen konnten die Flöten und Oboen mit blühenden Tönen glänzen und auch im „Scherzo“ wurde die prägnante Rhythmik gut heraus interpretiert. Das „Finale“ mit aufwärts stürmendem Lauf der Violinen wurde zu einem Frühlingsfest voll jugendlichem Überschwang zum Klingen gebracht. Zum Erfolg des Abends trug das überlegene Dirigat von Ingmar Beck bei, der sich mit großer Selbstdisziplin auf das Wesentliche beschränkte, dies aber dann sehr anschaulich vermitteln konnte.

Dies erkannten auch die Zuhörer im gut besuchten Stadtsaal und dankten mit langem Applaus. Das Orchester sang das Lied „Wochenend‘ und Sonnenschein“ als Zugabe und löste beim Publikum Begeisterungstürme au.

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