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Nach 31 Jahren ist Schluss

Tanzharmonie entführt das Publikum ein letztes Mal in die 20er und 30er Jahre

Die Tanzharmonie bringt, bei ihrem letzten Auftritt in Neumarkt-St. Veit, das Publikum mit Hits wie „Veronika der Lenz ist da“ in Fahrt.
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Die Tanzharmonie bringt, bei ihrem letzten Auftritt in Neumarkt-St. Veit, das Publikum mit Hits wie „Veronika der Lenz ist da“ in Fahrt.

Nach 31 Jahren ist Schluss. Vergangenen Sonntag ist die Tanzharmonie das letzte Mal in Neumarkt-St. Veit aufgetreten. Rund 100 Besucher ließen sich noch einmal in die Welt der 1920er und 30er entführen.

Mühldorf – Die Kleidung der zehn Musiker ist in Schwarz und Weiß gehalten. An den Kleidern der drei Damen im Ensemble ist viel Glitzer angebracht. Sie tragen grobmaschige Strumpfhosen und Kopfbedeckungen, ein Stirnband mit Federschmuck oder einen Häkelhut. Joachim Siebert spielt Saxofon sowie Klarinette und leitet durch den Abend. Damals, wie an diesem Abend ist seine Aussprache deutlich, das „R“ betont gerollt. Dem schließt sich Sänger Joseph Obermeier an. Die Kombination aus Eleganz und Lässigkeit gelingt ihm grandios. Obermeier singt mit betonter Gestik, verharrt darin und bringt damit stets das Publikum zum Lachen.

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Insgesamt sechs Bläser mit Trompeten, Posaune und Saxofon, dominieren die erste Hälfte der Veranstaltung. Die zwei Geigen und die einzelne Gitarre, im Wechsel mit dem Tenorbanjo, gehen da beinahe unter. Es zeigt sich, wie erstaunlich vielfältig die Musik mit Charlston, Tango, Rumba und Schlager damals war. Instrumental, im Sologesang mit Klavierbegleitung und in voller Besetzung präsentiert das Ensemble, wie melancholisch und gleichzeitig humorvoll die Musik vor rund 100 Jahren war. „Veronika der Lenz ist da“, „Schöne Isabella aus Kastilien“ und „Ein Freund, ein guter Freund“ dürfen da natürlich nicht fehlen.

Bissige Pointen in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre

Es geht um die Liebe und das Verliebtsein, um Schönheit, Hawaii, Paris und Uruguay. Immer nehmen die feinen Texte und harmonischen Melodien eine unerwartete Wendung zur bissigen Pointe. Es entsteht eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre unter den alten Dachbalken des Herzoglichen Kastens an diesem Frühlingsabend. Leicht lässt sich ein Radio aus der Zeit der Großeltern vorstellen oder ein Grammofon, um das sich die Familie in der Stube scharrt.

Ab der zweiten Hälfte wird nicht nur musiziert

In der zweiten Hälfte wird es lebhafter. Dabei zeigen die beiden Violinistinnen ihr Können. Der Schalk, der jedem Orchestermitglied stets im Nacken sitzt, tritt nun noch deutlicher hervor. Mit Fliegermütze tritt Obermeier auf, singt in einen Trichter und stapft zusammen mit zwei Musikern von der Bühne. Hier zeigt sich, dass die Truppe nicht nur zum Musizieren auftritt, sondern auch zum Schauspielern und Ulken. Das Ensemble tritt noch einmal, am Sonntag, 24. Juli, im Landshuter Rathaus auf. Bis dahin ist noch Zeit, die Federboa zu entstauben oder sich einen „Mustage“ wachsen zu lassen. BS

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