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Auftritt beim KSRK-Jubiläum in Buchbach

Spitzbübisch und gewitzt - Martina Schwarzmann mit RIesenapplaus in Buchbach gefeiert

Martna Schwarzmann und eine Gitarre – mehr brauchte es nicht für einen gelungenen Abend.
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Martna Schwarzmann und eine Gitarre – mehr brauchte es nicht für einen gelungenen Abend.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Das 150-jährige Gründungsfest der Krieger- und Reservistenkameradschaft Buchbach wurde ordentlich gefeiert. Über fünf Tage erstreckten sich die Feierlichkeiten. Ein Höhepunkt war der Kabarett-Abend mit Martina Schwarzmann.

Buchbach – Die Anmoderation im voll besetzten Festzelt bei der Grundschule übernahm Vorsitzender Anton Maier. „Bei 34 Grad das Zelt aufzustellen war ein Kraftakt“, erzählte er, und es gab lang anhaltenden Applaus für das Team und für das Personal des Abends, das beim Bedienen aushalf.

Schlagfertig und spontan reagiert

Martina Schwarzmann eilte ihr Ruf voraus. Sie wurde mit großem Applaus empfangen. Im pointierten Erzählstil schilderte sie Geschichten von ihrer Familie, dem Dorf, in dem sie wohnt, und von allzu menschlichen Begebenheiten. Sie mischte selbstgeschriebene Lieder in ihren Vortrag und begleitete sich auf der Gitarre. Wie Perlen an einer Schnur reihten sich die Lacher des Publikums aneinander. Es gab häufig Zwischenapplaus, und die Stimmung im Saal stieg.

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Schlagfertig reagierte Martina Schwarzmann auf Ereignisse im Saal. Lärm und Gerede an der Essensausgabe kommentierte sie mit: „Was? – Er und Steffi? Was für Steffi?“ In ihrem neuen Programm „Ganz einfach“ hat sie zu allem eine Meinung, ja ihre eigene vergnügliche Weltsicht: zu ihren Kindern, der Schule, ob Basketballregeln lernen für jemanden mit 1,40 Meter Größe Sinn macht – oder ihr Versuch, das Essen umweltfreundlich zu gestalten. Letzteres beginnt damit, dass sie kein Fleisch mehr macht, bis die Kinder zum Nachbarn zum Essen gehen.

Klimafreundliches Fleisch

„Jetzt gibt es klimaneutrales Fleisch“, erzählte sie, „Rehragout. Alles was tiefer wurzelt, fressen die Rehe. Und wir fressen die Rehe, damit der Wald eine Chance hat.“ Begeisterte Pfiffe, Applaus und Lacher begleiteten sie. Auch ihr Lied „Es is so geil, erwachsen zum sei“ drehte sich um Erziehung, um das, was man den Kindern vorschreibt, aber nicht vorlebt. Chips essen, fernsehen und wenn das Geld nicht reicht, einen Kredit aufnehmen, zum Beispiel. Ihr Lied riss spontan zum Mitklatschen mit.

Dialekt ist wie in die Hose bieseln

Tabus kannte sie keine. Oft angesprochen auf ihren Dialekt antwortete sie: „Dialekt ist wie in die Hose bieseln, es kommt von selber raus.“ Und präsentierte auch ekelige Themen mit Witz und verträglich. Wie die Spinne in der Streichholzschachtel, die sie neben die nicht angezündete Kerze legte. Wartete – und sich spitzbübisch freute, wenn der Plan aufging.

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„Nur so“, hieß eines ihrer Lieder, in dem sie resümierte: „Die besten Dinge im Leben sind umsonst – die Liebe, die Freiheit, der Wind und die Sonne.“ Zwei Songs des Abends gestaltete ihr „Praktikant“ Mathias Kellner. Der kräftige Niederbayer mochte es derb. „Oschlo“ sang er mit der Botschaft: Es stört mich keine andere Hautfarbe, oder wenn du auf Helene Fischer stehst. Refrain: „Aba wenn du a Oschlo bist, dann konnst di schleicha.“

Mit Poesie im Alltag

Im Saal wurde mitgesungen, er erntete Lacher und Applaus. Martina Schwarzmann übernahm wieder. Scharfzüngig, hintergründig, schonungslos, gewitzt und mit einer inspirierenden Portion Poesie im Alltag. Die Frau mit der Gitarre, den Liedern und Geschichten auf Bayerisch, sie sah genau hin und kannte ihre Leute. Ob den alten Haudegen vom Altherrenstammtisch oder die Mitlandwirte zum heimischen Biohof, sie wusste um die kleinen Schwächen, und bei ihr konnten alle darüber lachen. Davon zeugte der Riesenapplaus am Ende.

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