Sofie Voit

+

Sofie Voit, 55 Jahre, zwei erwachsene Söhne, Diplom-Journalistin, wohnhaft in Burghausen:

"Heimat ist da, wo es mir nicht egal ist, was um uns herum passiert: Diese Einstellung hat mich zu meiner Kandidatur für den Bundestag motiviert. Denn vieles von dem, was um uns passiert, was uns bewegt und was uns bremst, darüber entscheiden die Abgeordneten in Berlin. Dazu gehört das Thema Finanzen: Schon jetzt ist merklich spürbar, dass unser Gemeinwesen immer mehr von der Substanz lebt. Seit zehn Jahren investiert der Staat immer weniger in den Erhalt der Infrastruktur. Wir merken es an Schlaglöchern auf Straßen und maroden Brücken, dass kleine Schulen nicht erhalten werden oder in Kreiskliniken auf Kosten von Patienten und Personal gespart wird.

Die aktuellen Haushalte profitieren stark davon, dass für Staatsschulden weiter historisch niedrige Zinsen bezahlt werden müssen. Doch wie lange noch? Es ist höchste Eisenbahn, dass wir gegensteuern. Zum einen, gegen die Umverteilung von unten nach oben. Die obersten zehn Prozent der Bevölkerung sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Denn die Straßen im Landkreis, die Schwimmbäder oder Schulen nutzen wir alle gemeinsam. Zum anderen trete ich dafür ein, dass gut 90 Prozent der Menschen steuerlich entlastet werden."

∗ Wem würden Sie gerne drei Wünsche erfüllen?

Meinen Kindern: Viel Glück im Leben, Erfüllung im Beruf, Lust auf Politik mit einem wachen Blick auf unsere Demokratie.

∗ Ihr Lieblingsort im Landkreis. Warum?

Mit unserem sehr betagten Hund in der Burghauser Neustadt entlang dem Salzachhang in seinem Tempo die Aussicht genießen.

∗ Welche CD würden Sie nicht verkaufen?

CD's mit Musik von Rechtsradikalen. Und keine CD's mit Texten, die Frauen herabwürdigen oder irgendjemanden sonst verletzen.

∗ Was soll man Ihnen einmal nachsagen?

Sie hat Entscheidungen mitgetragen, die nicht populistisch waren und die für die Menschen in unserem Land wirklich gut waren.

∗ Wer sind für Sie die wichtigsten drei Menschen in Ihrem Leben?

Meine Familie. Meine verstorbenen Großeltern gehören da unbedingt auch dazu. Und somit sind es mehr als drei Menschen.

Kommentare