Ruhiger Soul und lebensfroher Reggae

Für lebhafte sowie sanfte Atmosphäre im Saal sorgten Ami Warnings rauhe und Wally Warnings hohe Stimme beim Konzert. Ruben Lipka begleitete am Schlagzeug.
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Für lebhafte sowie sanfte Atmosphäre im Saal sorgten Ami Warnings rauhe und Wally Warnings hohe Stimme beim Konzert. Ruben Lipka begleitete am Schlagzeug.

Mühldorf –. Jeweils knapp über 50 Gäste zählte das Kulturbüro bei den beiden Konzerten von Wally und Ami Warning im Haberkasten.

Um ihre Musik einem größeren Publikum zu präsentieren, traten die Künstler zweimal auf. Doch die maximale Zuschauerzahl von 89 Gästen erreichte keine der Veranstaltungen.

Ein Wechsel gefühlvoller und lebensfroher Stücke durchzog den Abend. Das Repertoire reichte von ruhigem Soul und Jazz bis hin zu lebensfrohem Reggae. Passend dazu heißen ihre Lieder „Be youself“, „Slow down“, „Take live as it comes“ und „Ich fühl‘ mich gut“.

Eine familiäre Stimmung entstand gleich zu Beginn des Konzertes. Ami Warning spricht stets über den Papa. Ihre Verwirrung über die Auswahl der Songs ihres Vaters überdeckt sie nicht, sondern teilt sie dem Publikum offen mit.

Die Kabel waren beim zweiten Auftritt von der Vorstellung zuvor noch verheddert, denn stets wechseln die Gitarren den Spieler. Die Musiker und das Publikum nahmen es mit Humor.

Für eine Frau singt Ami Warning tief. Ihre Stimme ist rau und doch feinfühlig. Wally Warnings Stimme ist hingegen hoch und sanft. Besonders zeigte sich im Duett, wie die beiden Stimmen harmonieren. Auch die Techniker stimmten den Sound perfekt auf die beiden Sänger ab.

Gesang und Gitarre begleitete Ruben Lipka am Schlagzeug. Der Musiker Matthew Austin, ein Freund des Trios, war an diesem Abend anwesend. Er sang eines seiner Stücke mit Gitarre.

Für Abwechslung sorgte auch Wally Warning mit einer Shruti Box. Ein indisches Instrument, das beim Yoga zum Einsatz kommt. Wally demonstriert dies und entlockte dem mit Blasebalg ausgestatteten Instrument einen monotonen Klang. Doch gleich darauf zeigte der Künstler, wie lebendig er das Instrument spielen kann.

Die Stimmung im kleinen Publikum war gut. Im Rhythmus klatschten die Gäste, zum Applaus gesellten sich Pfiffe und Bravo-Rufe. Dass dies bereits die zweite Vorstellung an dem Abend war, ließen sich die Musiker nicht anmerken. Nach rund 100 Minuten war der Auftritt zu Ende, inklusive einiger Zugaben der Künstler. ahn

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