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Saitenspiel in der Katharinenkirche

Musikerin Pia Keil initiiert Konzert in Mühldorf – Christian Zeug verleiht Spiritualität

Initiatorin Pia Keil (von links) begeisterte mit Felicitas Nebelin, Antonia Baiz, Regina Strasser, Andrea Trieflinger und im Hintergrund Christian Zeug das Publikum.
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Initiatorin Pia Keil (von links) begeisterte mit Felicitas Nebelin, Antonia Baiz, Regina Strasser, Andrea Trieflinger und im Hintergrund Christian Zeug das Publikum.

Musikerin Pia Keil initiierte mit Musikschülerinnen und Absolventinnen der Musikschule ein Konzert aus Saiteninstrumenten in der Katharinenkirche in Mühldorf.

Mühldorf – Einen seltenen Hörgenuss boten Zither und Hackbrett in Verbindung mit Violine und Violoncello in Barockmusik. Das schillernde Saitenspiel war kürzlich am späten Sonntagnachmittag in der neurenovierten Katharinenkirche zu hören – unterlegt von Texten, die zum Nachdenken und Innehalten einluden.

Konzert-Zithern in Diskant- und Altstimmung von 1.20 Metern kommen zum Einsatz

Pia Keil, Initiatorin und Musikerin, verstand es, transkripierte Lautenmusik auf Zither und Originialliteratur für Salterio (hier auf dem Hackbrett gespielt) mit Streichern zu einem intensiven Klangerlebnis werden zu lassen. Dabei kamen Konzert-Zithern in Diskant- und Altstimmung zum Einsatz, die eine Mindestlänge von 1.20 Metern hatten – unbekannte Zitherformen, die in der konzertanten Musikszene längst kein Geheimnis mehr sind.

Fortgeschrittene Schülerinnen

Mit ihren fortgeschrittenen Schülerinnen Andrea Trieflinger an der Zither und Regina Strasser, an Zither und Hackbrett, verwob Keil das Programm mit Solis und Duos bis hin zum Trio und Quintett, sodass jedes Instrument sowohl einzeln als auch im Ensemble brillierte. Trieflinger nutze die hervorragende Akustik des Kirchleins und ließ eine beeindruckende Klangwolke aus ständigen Sechzehntelfigurationen aus der Toccata arpeggiata von Giovanni Girolamo Kapsperger in den Kirchenraum aufsteigen.

Absolventinnen der Berufsfachschule für Musik

Antonia Baiz meisterte Nummer 28, aus den Etudes de violons ou 56 Caprices von Federigo Fiurillo auf ihrer Geige, während Felicitas Nebelin die Allemande aus der dritten Solosuite für Violoncello von Johann Sebastian Bach, BWV 1009 gekonnt vortrug. Beide sind Absolventinnen der Berufsfachschule für Musik, Altötting. Ebenso glänzte Strasser, ebenfalls eine Absolventin der Berufsfachschule, mit der Partita XVI von Giuseppe Antonio Brescianello auf der Zither.

Trio Hackbrett-Violine-Violoncello

Im Trio Hackbrett-Violine-Violoncello fingen sie das Publikum mit dem Concertino Romano ein. Keil war im Duo mit Zither und Hackbrett zu hören. Dabei präsentierte sie unter anderem eine schnelle und klangfüllige Fantasia von Georg Friedrich Händel im Hackbrettduo und beeindruckte mit der Fantasia IX von Silvius Leopold Weiss im differenzierten und ausdruckstarken Zithersolo.

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Pastoralassistent Christian Zeug fungierte als wohlwollender Hausherr in Vertretung der Stadtkirche Mühldorf und lud mit seinen Texten und Gebeten zum Nachdenken ein. Er begleitete den frühen Abend mit positiven Gedanken und gab ihm eine Prise Spiritualität, die sich einmalig mit der Musik fortspann. Abschließend ließen die fünf Musikerinnen das Musikgeschehen mit einem Werk der franco-flämischen Vokalpolyhonie „In te domine speravi“ von Josquin Desprez zusammenfassen. Der Zusammenklang der Saiten- und Streichinstrumente in dem feierlichen Stück begeisterte die voll besetzte Kirche. Eine Tarantella von Athanasius Kirche war das Zugabenstück. Es war ein weiterer Höhepunkt.

re/MG

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