Von Mühldorf bis Queensland spielen Bassisten gemeinsam einen Jackson-Song

Musiker aus zehn Ländern, ein Konzert:Claus Freudenstein (mitte) hat Kollegen virtuell vereint, sie spielen auf Youtube: „Heal the world“ - „Heile die Welt“ von Michael Jackson. Screenshot

Der Mühldorfer Claus Freudenstein hat in Coronazeiten Kollegen zu einem virtuellem Auftritt aufgerufen. Gemeinsam spielen die Künstler Michael Jacksons „Heal the world“. Die Videos der einzelnen Künstler hat Freudenstein jetzt zusammengeschnitten und auf Youtube veröffentlicht.

Mühldorf– Es ist eine Weltband, die der Mühldorfer Bassist und Basslehrer Claus Freudenstein zusammengetrommelt hat. Aus China und Frankreich, Griechenland und Brasilien, Australien und Mühldorf stammen die Musiker, die mit ihren Kontrabässen Michel Jacksons „Heal the world“ – „Heile die Welt“ eingespielt haben.

Natürlich nicht in einem Studio oder auf einer Bühne, sondern als Video jeder bei sich zu Hause. Die Idee dazu hatte der Mühldorfer Freudenstein, der durch seine Arbeit schon lange mit Bassisten in aller Welt verbunden ist.

Ausgangssperre in anderen Ländern noch strenger als in Deutschland

Ihm fielen Kollegen ein, die unter der Ausganssperre noch weit mehr leiden, als die Menschen in Deutschland, erzählt er. in Griechenland dürfe das Haus nur mit Genehmigung der Polizei das Haus verlassen, in Brasilien kontrollierten Gangs die Ausgangssperren, in Frankreich brauche es eine schriftliche Erlaubnis. Zeit für eine Ermutigung: „Da wollte ich Zuspruch und ein Gemeinschaftsempfinden bringen.“ Das zeigt sich in einer eingeblendeten kleine Botschaft „Im Leben ist es wie in der Musik – es geht nur miteinander“

So haben Prof. DaXun Zhang (China), Prof. Božo Paradžik (Kroatien/Schweiz), Lorraine Campet (Frankreich), Vassilis Papavassiliou Solobassist der Oper in Athen (Griechenland), Prof. Fausto Borem (Brasilien), Andrés Martin (Mexico/Argentinien), Phoebe Alviz Russell, Solobassistin des Queensland Symphony Orchestra (Australien), Hagai Bilitzky (Israel), Estrella Miressa Gradis Santos, Kontrabassstudentin in Honduras und die beiden Freudenstein-Schüler Korbinian Brustgi (Mühldorf) und Ianto Hien (Burghausen) ihre Bässe ausgepackt und losgespielt.

Arrangement stammt von Freudenstein

Das Arrangement für zehn Kontrabässe, Stimmen und Percussion stammt von Freudenstein, der die Noten an die anderen geschickt hat. „Die Herausforderung dabei ist es, einen Song der für eine vielteilig besetzte Rockband mit Chor und Gesang komponiert wurde, nur mit Kontrabässen adäquat zum Klingen zu bringen“, sagt der Mühldorfer Lehrer.

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Die Musiker aus zehn Ländern antworteten mit Aufnahmen ihres Teils. „Dabei waren die technischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich“, sagt Freudenstein. Die meisten hätten zu Hause nur ein Smartphone. „Andere haben auch ein kleines Heimstudio mit Kamera.“

Eine Gage gab es für keinen der Musiker, dafür einen Youtube-Link, über den sich das Video verbreitet.

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