Liedermacher von leise bis laut

Leise und zartbegann Singer-Songwriterin Bianca Amapola im Sitzen auf der Bühne mit Gesang und Gitarrenspiel. Begleitet wurde sie von Saskia Götz auf der Geige. Sutherland

Waldkraiburg – Besinnlich, manchmal kritisch, immer wieder lustig, so stimmten drei Liedermacher mit ihren selbst geschriebenen Songs im Haus der Kultur auf die Adventszeit ein.

Helga Brenninger hatte zu ihrem Auftritt Bianca Amapola und Alfons Hasenknopf hinzugebeten. Leise, zart begann Singer-Songwriterin Bianca Amapola im Sitzen auf der Bühne mit Gesang und Gitarrenspiel. Begleitet wurde sie von Saskia Götz auf der Geige. Amapola heißt die Mohnblume auf Spanisch, und weil sie von Land und Leuten begeistert ist, hat die Musikerin diesen Namen als Künstlernamen gewählt. In Deutsch und Spanisch sang sie ihre Lieder, die von der Liebe und von Zerbrechlichkeit handeln. Mit den Texten zu einer Mischung aus Akustik-Pop und klassischem Singer- Songwriter-Sound gewährt sie Einblicke in ihr Innenleben. Dabei ist sie nah am Publikum. Zu „Traumtänzer“ wurde mitgesungen. Der Applaus war groß im voll besetzten kleinen Saal im Haus der Kultur.

Kritik an derWegwerfgesellschaft

Sprudelnd vor Energie versprühte Helga Brenninger gute Laune mit ihrem bayerischen Mundart-Pop zur Gitarre. Es ist eine Mischung aus Pop, Blues und Balladen. Kritik an der Wegwerfgesellschaft äußerte sie mit ihrem Lied, „Oids Haus“, über den Wert eines alten Hauses, in dem viele Geschichten stecken. Was würde die Erde sagen, wenn sie reden könnte, beschäftigte Helga Brenninger in „Merkst das“ und rief auf zu einem bewussteren Umgang mit unserer Welt. Ein bluesiges „I woaß ned, wos i wui“ fiel ihr zum Thema Weihnachten ein. Dazu wurde begeistert mitgesungen und geklatscht.

Als Kontrast zu den beiden Damen sah sich Alfons Hasenknopf, der mit kraftvoller Stimme seine Lieder und Jodler schmetterte. Aufgewachsen mit Stubenmusi kamen in seine Musik später Jazz, Rock, Funk und Soulelemente. Seine Lieder schreibt er in einer Berghütte.

Jodler mit Wehmutund Sehnsucht

Die Bergwelt ließ er auch entstehen. Ob er in rasantem Tempo Gitarre spielte und sang, oder einfach ein Liedchen pfiff, er riss die Zuhörer mit. Gerne machten sie mit bei „Mia san oans“, als es hieß, alle aufstehen und sich die Hand geben zu „ob gelb, ob rot, ob schwarz, braun oder weiß, das Herz schlägt gleich“. Wehmut und Sehnsucht lagen in seinem klangvollen Jodler, mit dem er den Abend beschloss und der noch lange nachhallte. Nicole Sutherland

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