Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Musikalisch übersinnlich

Liedermacher Gerd Baumann ist in allen Genres zu Hause

Die Bühne des Haberkastens gehörte dem Frontsänger und Gitarristen Gerd Baumann (vorne, Mitte), dem Schlagzeuger Flurin Mück (rechts), dem Bassisten Benjamin Schäfer (links) und dem „Paranormal Stringquartett“ (im Hintergrund).
+
Die Bühne des Haberkastens gehörte dem Frontsänger und Gitarristen Gerd Baumann (vorne, Mitte), dem Schlagzeuger Flurin Mück (rechts), dem Bassisten Benjamin Schäfer (links) und dem „Paranormal Stringquartett“ (im Hintergrund).

Zusammen mit seiner Band und dem „Paranormal Stringquartett“ hüpfte der Musiker, der „Wer früher stirbt, ist länger tot“ komponierte, von einer Stilrichtung zur nächsten.

Mühldorf – Der Professor für Kompositionslehre, preisgekrönte Liedermacher und Filmmusikschreiber Gerd Baumann störte sich nicht daran, dass das Publikum im Mühldorfer Haberkasten nicht in stärkster Besetzung aufschlug.

Lesen Sie auch:„Im Alter allein leben ist nicht leicht“ – Wie es eine 78-jährige Mühldorferin es trotzdem hinbekomm t

Bei seiner Begrüßung kündigte er an, er werde sein Programm mit um so mehr Kraft, Macht und Liebe darbieten. Und die anwesenden Gäste wussten dies sehr zu schätzen, denn nach fast dreistündigem Programm verlangten sie immer noch Zugaben. Baumann ist unter anderem für die Alben „Wer früher stirbt, ist länger tot“ und „Sommer in Orange“ bekannt. Neben Musik schreibt er auch Gedichte.

Weitere Kulturberichte aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier.

Der charmante Moderator Baumann erzählte zu jedem seiner Werke eine kleine Geschichte. Fast alle seiner englischsprachigen Stücke hatte er selbst komponiert. Bereits beim Eröffnungsstück „What if“ war die Begleitmusik ein packender Stimmungsverstärker. Auf seiner Gitarre, zusammen mit seinem Bassisten Benjamin Schäfer, dem Pianisten Sam Hylton und dem Drummer Flurin Mück brachte er ergreifende Schwingungen in den Saal. Wie bei allen seinen Liedern lösten die melodiösen Weisen und manchmal bizarren Akkorde Gefühle von Romantik bis Bedrückung aus. Viele seiner Stücke grenzen musikalisch durchaus ans Übersinnliche. Es blieb dem Hörer überlassen, welche Vorstellungen das Gehörte gerade in ihm auslöste. In dem brandneuen Titel „Too much“ hatte Baumann seinen Frust und sein Selbstmitleid in die lange Zeit der musikalischen Enthaltsamkeit gelegt. Die Instrumente im Studio und seine Familie hätten ihm dabei geholfen.

Auch interessant: Ampfinger Grundschüler sind eine Woche lang Artisten

In allen Musikrichtungen ist der Professor zu Hause. So erklingen manche seiner durchaus hitverdächtigen Melodien jazzig, als Rock- oder Popsong und sogar südamerikanisch. Übersinnliches bot zusätzlich das „Paranormal Stringquartett“. Es besteht aus Studenten von Baumann, die mit eigenen Kompositionen aufhorchen lassen. Das Quartett zeigte, welche teils überraschenden Töne man auf einem Cello, einer Bratsche und zwei Geigen erzeugen kann. Sie verrieten auch einiges über die ungewöhnlichen Einsatzmöglichkeiten der Instrumente. / VN