Mit lauten und leisen Klängen

Oberbergkirchen - Am Sonntagabend waren eine Stunde lang in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Oberbergkirchen Transkriptionen barocker Querflötensonaten für Trompete und Orgel und, wie das Konzertthema, "Mit lauten und leisen Klängen" verrät, Werke für Harfe solo zu hören.

Den Anfang machte die Münchner Trompetensolistin Olivia Kunert die, begleitet von Chordirektor Otto Masszi an der Orgel, eine Sonate von Loellet de Gant aus dem französischen Barock spielte. Es war zu bewundern, wie Olivia Kunert die für Trompete fast zu schweren Sonaten meisterte, die sie im Wechsel zwischen einer B-Trompete und einer Piccolotrompete interpretierte.

Die Kapellharfenistin von Unterflossing, Isabell Estermaier, glänzte mit ihren "leisen", aber die Kirche erfüllenden Klängen. Mit den sauber perlenden Klängen der Harfe im Wechsel mit Flageoletttönen beeindruckte sie die Konzertbesucher mit den Möglichkeiten, die eine Harfe als Soloinstrument oder wie in der Barockzeit üblich als Continuoinstrument bieten kann.

Es folgten dann jeweils zwei Sätze aus den Barocksonaten von Johann Christoph Pepusch und Josef Bodsin de Boismortier mit Trompete und Orgel, die dann von den süßen Klängen der Harfe kunstvoll verbunden wurden, zum einem, um mit dem Wechsel der lauten und leisen Klänge für Abwechslung zu sorgen, zum anderen, um der Trompete Erholungszeit für den Ansatz zu verschaffen.

Am Schluss des Konzertes gesellte sich zu der im Altarraum ertönenden Harfe die Trompetensolistin dazu, die dann passend zum Marientag das "Ave Maria" von Gounod mit sanftem Ton erklingen ließ und welches von der Harfenistin Isabell Estermaier bezaubernd mit dem ersten Bachpräludium aus dem wohltemperierten Klavier ganz im Sinne Gounods als Continuoinstrument begleitet wurde. Die beeindruckten Zuhörer bedankten sich mit einem lang anhaltendem Applaus. fma

Kommentare