Dominik Sittig zeigt ab 31. Januar in der Städtischen Galerie Bilder und Plakate

Von Graten und Stegen durchzogen

Die Werke des Dominik Sittig: Höhen und Tiefen in Öl. Foto re
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Die Werke des Dominik Sittig: Höhen und Tiefen in Öl. Foto re

Dominik Sittigs Gemälde, die von 31. Januar bis 24. März in der Städtischen Galerie im Haus der Kultur in Waldkraiburg zu sehen sind, sind das Ergebnis eines intensiven und langwierigen Schaffensprozesses, in dem zahlreiche Schichten von Ölfarbe übereinandergelegt und ineinander vermalt werden. Aber auch wenn diese Art der Bildherstellung eine des Anhäufens von Farbmaterial ist, so wirkt das Ergebnis, als wären die Bilder geradezu aus einer entgegen gesetzten Bewegung heraus entstanden.

Die von Graten und Stegen durchzogene, pastose Oberfläche wirkt so aufgewühlt, als habe sich der Künstler in die Tiefen der Farbe hineingegraben, um darunter liegende Schichten freizulegen.

Auch im übertragenen Sinne kommt hier Abgründiges zum Vorschein: das Dunkle und Fremde, normalerweise Verborgene wird ans Licht empor geholt. Je nach Ausformung und launischer Handschrift des Malers drängen dabei Stück für Stück immer wieder andere, neue (Vorstellungs-)Bilder hervor, die dem eigentlich ungegenständlichen Malakt abgerungen werden. So entsteht eine prächtige und aufgeladene Malerei, intensiv und höchst präsent, die vielfältige Assoziationen wachruft.

Parallel zum bildnerischen Werk entwickelt Dominik Sittig seit 2006 faszinierende, zum Teil autobiografisch motivierte Texte und Vorträge, die er in Vorträgen und Publikationen öffentlich macht. Ein weiterer Bestandteil seines Werkes sind seine Künstler- und Ausstellungsplakate, die zu spezifischen Anlässen entwickelt werden.

Das aktuelle Waldkraiburger Plakat ist neben einer Zusammenstellung seiner Publikationen ebenfalls Teil dieser Ausstellung. So verbindet diese Schau die unterschiedlichen Arbeitsweisen des Künstlers zwischen Textproduktion und Malerei.

Geboren 1973 in Nürnberg, studierte Dominik Sittig von 1997 bis 2004 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen folgten - zuletzt im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, mit dem gemeinsam auch der Katalog zur Ausstellung entstand.

Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Faschingsdienstag, 12. Februar, ist geschlossen.

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