Neue Werke von Berta Hummel in Massing

Gesucht und wiederentdeckt

Hexenmeister mit Katze: Ein echter Berta Hummel aus den Jahren 1933/1934. Foto re
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Hexenmeister mit Katze: Ein echter Berta Hummel aus den Jahren 1933/1934. Foto re

Am heutigen Dienstag um 19 Uhr eröffnet Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein im Massinger Hummelmuseum die neue Ausstellung "Gesucht - Gefunden" mit wiederentdeckten Werken von Berta Hummel.

Der Name Hummel avancierte durch die Porzellanfiguren zur weltweit bekannten Marke. Mitte der 30er- Jahre begann der unaufhaltsame Siegeszug der "Hummelkinder": optisches Gemeingut, mit dem seither Generationen aufwuchsen. Hinter der lieblich heilen Welt der Kindermotive blieb lange Zeit die Vielschichtigkeit einer hochsensiblen Künstlerin auf der Strecke.

Dabei hinterließ sie ein umfangreiches Werk, vieles davon stammt aus der Zeit ihres Kunststudiums in München, als sie noch mit "Berta Hummel" signierte: Landschafts- und Blumenaquarelle in leuchtender Luzidität, detailgenaue Straßenszenen, Aktzeichnungen, kraftvolle Porträts, schonungslose Karikaturen. Ihre Lebens- und Werkgeschichte ist Erfolgsgeschichte, Zeitzeugnis und Tragödie zugleich.

Seit der Gründung des Museums im Jahre 1994 wurden annähernd 100 Werke von Berta Hummel wiederentdeckt. Teilweise handelt es sich um Bilder, die für viele Jahre im Besitz verschiedener Familien waren. Erben, die keinen Bezug zur Kunst Berta Hummels hatten, boten die Werke dem Museum zum Kauf an. Ein nicht unerheblicher Teil, unter anderem die sogenannte Kalenderblattserie, stammt aus einer amerikanischen Sammlung. Darüber hinaus kaufte das Museum im vergangenen Jahr im Zuge der Auflösung des Goebel-Hummelarchivs in Rödental 38 Bilder auf. Hier handelt es sich um Motive, die größtenteils Vorlagen für die weltberühmten Hummelfiguren waren.

Nach vielen Ausstellungen zusammen mit bedeutenden deutschen Künstlern ist diese Ausstellung nun exklusiv Berta Hummel gewidmet. So gibt es neben den wiederentdeckten Werken unter anderem einen Raum, in dem einzig Blumenmotive gezeigt werden. Auch an die Hummelfiguren-Sammler haben die Verantwortlichen gedacht - in Vitrinen werden neben den Originalbildern die nach ihnen modellierten Hummelfiguren gezeigt.

Die Ausstellung läuft bis voraussichtlich Januar 2014 und ist zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag von 10 bis 17 Uhr. re

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