Gemmen aus Töging im Residenz-Museum

Ein Hirt melkt eine Ziege: Nicolo-Glasgemme aus der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts. Hans Gärtner

Töging –. Wo seit Mitte des zweiten bis ins mittlere dritte Jahrhundert eine Brückenstation zweier römischer Fernstraßen war, befindet sich heute die Innstadt Töging.

Aufgrund des historischen Bezugs werden im Heimatmuseum 116 antike Exponate aus ganz Bayern beherbergt.

Wegen Umbauarbeiten des Museums werden manche Ausstellungsstücke nun bis zum 24. April in die Exposition „Antike Gemmen aus Bayern“ in das Museum für Vor- und Frühgeschichte im Residenz-Museum in München ausgelagert. Teil dieser Sammlug ist beispielsweise eine Gemme, die aus orangem querovalem Karneol besteht. Diese zeigt laut der Archäologin Gertrud Platz-Horster eine Tierfabel. Dieses Werk stammt schätzungsweise aus dem Ende des zweiten bis Anfang des dritten Jahrhunderts.

Zudem wird ein Eisenringfragment mit Karneolgemme aus dem zweiten Jahrhundert ausgestellt, das den nackten Theseus mit dem Schwert seines Vaters zeigt.

Auf einer weiteren Gemme des zweiten Jahhunderts wird der junge nackte Bacchus dargestellt, vor dem ein Panther herspringt. gär

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