Edi Sommers erstes Fassadengemälde - Surrealistisches Bild schmückt Anwesen in Erharting

„Der Rosenfalter vom Isengau“, gemalt von Edi Sommer (oben links) auf eine Hauswand in Erharting.
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„Der Rosenfalter vom Isengau“, gemalt von Edi Sommer (oben links) auf eine Hauswand in Erharting.

An der Hauptstraße in Erharting beim ehemaligen Anwesen „Schreiner Felix“ ist auf dem neuerrichteten Haus ein modernes Fassadengemälde angebracht. Dieses Fassadengemälde, das an die surrealistische Kunst von Dali erinnert, schuf der Edi Sommer aus Niedertaufkirchen.

Erharting– Für Edi Sommer, der sich als Fotograf, Musiker und Maler bereits einen Namen gemacht hat, ist es das erste Fassadengemälde, das er gemalt hat.

Der Maler kreierte das Bild am Computer mit der „Digital Matte Painting“, einer Technik, mit der man am Computer Gemälde malt. Mit digitalen Pinseln entstehen auf der weißen Leinwand des Bildschirms Gemälde, die dem künstlerischen Anspruch der klassischen Malerei entsprechen, aber auf völlig neuem Wege entstehen.

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Nach sechs Wochen war das Gemälde fertig und bekam den Titel: „Der Rosenfalter vom Isengau“. An die Hauswand wurde das Bild mit Air Brushing aufgetragen, ein Verfahren, mit dem die Farbe mittels Sprühpistolen aufgesprüht wird. Hierzu beauftragte der Maler Edi Sommer einen befreundeten Fassadenkünstler. Schwierig sind vor allem das Anmischen der Farben und die Darstellung exakter Linien und Konturen. „Doch dem Sprayer gelang es, das Bild perfekt auf die Hauswand zu übertragen“, stellte Sommer anerkennend fest.

Edi Sommer sollte mit dem Fassadenbild die Harmonie der Natur darstellen, dazu Rosen und Tiere. Ihm war aber auch wichtig, dass das Gemälde eine Geschichte erzählt, das unter künstlerischen Aspekten einen Bezug zur Gegenwart enthält. „Überraschend bekam ich den Auftrag,. Im ersten Moment freute ich mich sehr über diese Ehre, aber dann wurde mir die große Verantwortung bewusst. So ein Werk sollte beständig sein und eine positive Ausstrahlung durch Form und Farbe erzeugen.“

Im Mittelpunkt des Bildes schwebt ein farbenprächtiger Schmetterling in einer Flusslandschaft. Sie wird durchzogen von einer schwarzen Straße, die sich am Horizont verliert. Neben dem Schmetterling, dessen Flügel Rosen tragen, sind verschiedene Figuren aufgeführt, die in ihrer surrealen Darstellung an Felsen, Skelett, Auge, Wassernixe, Brücke und Uhr erinnern. Das Bild schließt im Hintergrund mit dem Alpenpanorama, mit dem die Erharting vertraut sind.

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Der Künstler hat es dem Betrachter nicht leicht gemacht. Das Gesehene lässt sich nicht sofort einordnen. Man muss sich beim Betrachten mit dem Dargestellten auseinandersetzen. Sommer deutet sein Bild selbst so: „Es war das Jahr 2020, als die schwarze Zeit begann. Sehr viel Leid überzog den Planeten Erde. Die Menschen mussten sich vor einem tödlichen Virus schützen. Eine Rose, aus einem Stein entsprungen, brachte die Wende. Ein Schattenloser, in tiefer Meditation versunken, kniete lange Zeit vor der Rose. Da erkannte er die wundersamen Kräfte des heilenden Lichtes. Er übergab die Rose dem Fluss Isen und es kletterte daraus ein farbenprächtiger Schmetterling, mit Rosenmuster auf den Flügeln. Der Rosenfalter erhob sich und bunte Wolken trugen ihn fort. Sein strahlendes Licht verdrängte fortan die Dunkelheit.“

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