Mit dänischem Akzent

Helmut Deml, 53,PrivatierSt. Wolfgang Die Veranstaltung ist super, sehr gute Musiker, sehr gute Instrumentalisten. Ich mag die skandinavische Musik und verbinde damit viele schöne Erinnerungen. Wir waren heuer drei Wochen in Norwegen. Die Bilder des Landes laufen in meiner Vorstellung jetzt wieder ab.
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Helmut Deml, 53,PrivatierSt. Wolfgang Die Veranstaltung ist super, sehr gute Musiker, sehr gute Instrumentalisten. Ich mag die skandinavische Musik und verbinde damit viele schöne Erinnerungen. Wir waren heuer drei Wochen in Norwegen. Die Bilder des Landes laufen in meiner Vorstellung jetzt wieder ab.

Mühldorf. – Die dänische Band um Helene Blum und Harald Hauhgaard trat im gut besetzten Haberkasten auf.

Schnell war das Publikum von nordischen Klängen und der vorweihnachtlichen Stimmung gefangen.

Seit 13 Jahren begeben sich die Musiker auf Weihnachtstour und nehmen immer einen anderen Gast mit. Diesen Advent begleitet Esbjörn Hazelius die Band. Sanft und gleichzeitig sehr witzig kommen die Musiker an Gitarre, Geige und Schlagzeug herüber. Ruhig und dominant begleiten tiefe Cellotöne das Ensemble. Eine angenehme Mischung aus melodisch bewegten Klängen und melancholisch-sanfter Stimmung stellt sich ein. Der dänische Akzent von Blum und Haugaard wirkt sehr liebevoll. Ihr Englisch ist gut verständlich. In diesem Zungenschlag liest Harald Haugaard eine Weihnachtsgeschichte von Siegfried Lenz. Die ernsthafte, mit viel Humor gespickte, Erzählung trifft die Atmosphäre, welche auch die Musik vermittelt. Das Publikum kichert über Geschichte und Vorleser.

Mit einem Kratzen auf dem Becken des Schlagzeugs geht es weiter mit Musik. Das Stück beginnt wie in Trace, wandelt sich zu einem immer schneller werdenden Tanz. Das Publikum ist begeistert. Auch die Stücke mit Geige von Hazelius und Haugaard sorgen für großen Jubel. Instrumental wie auch gesanglich fesselt die Band ihre Gäste rasch. „Maria durch ein Dornwald ging“ spielen die Musiker sehr bedächtig. Das Publikum wartet die Nachklang des letzten Tones ab. Erst dann erklingt der Applaus.

Die Lieder der Gruppe haben stets eine Geschichte: Ein Stück handelt von einem Vogel, der eine Wohnzimmerszene einer Bauernfamilie im Winter beobachtet. Traditionelle Volkslieder und selbst komponiertes bringen die sechs Künstler mit. Manches Weihnachtslied ist im Januar entstanden, so erzählt Blum.

Oft geht es um Schnaps, zum Lucia-Fest gibt es jedoch Glühwein zum Frühstück. Hazelius berichtet von Nordschweden, wo die Kleidung im Winter sehr dick sein muss, erzählt von dem Gefühl alleine auf einem zugefrorenen See zu stehen. Die einzigen Spuren im Schnee sind die eigenen. Dies hat den Schweden zu einem Lied inspiriert. Schließlich amüsiert sich Haugaard über Schleswig-Holstein: Das Bundesland begrüßt von Dänemark kommende mit dem Spruch: „Willkommen im echten Norden.“ Die dänischen und schwedischen Musiker haben ihr Publikum fasziniert.

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