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Der Saal war gut besucht

Claudia Pichler red´t nur boarisch

Claudia Pichler plaudert sich in Mühldorf alles von der Seele. Foto Jaensch
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Claudia Pichler plaudert sich in Mühldorf alles von der Seele. Foto Jaensch
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Die Kabarettistin gefällt im vollen Mühldorfer Haberkasten. In ihrem zweistündigen Programm erzählt sie, warum sie ihr bairisch so liebt und erklärt Feinheiten, die andere Sprachen nicht haben.

Mühldorf – Ihr Mund stand zwei Stunden nicht still. Als müsste Claudia Pichler im Mühldorfer Haberkasten sich alles von der Seele reden, was sie in der Coronazeit vor Publikum nicht sagen konnte. Sie sprach flott in den gut besuchten Saal. Bei vielen Pointen oder Gags wollten die Leute lachen oder klatschen: Aber Claudia plauderte schon weiter. Ihr bairisch liebt sie und erklärt davon einige Feinheiten, die andere Sprachen so nicht haben.

Zuerst erzählte sie von ihrer Kindheit in München und Aubing, wo sie zweisprachig aufwuchs. Weil sie eigenwillig, – ja stur – sein kann, studierte sie erfolgreich Germanistik gegen die Empfehlung ihrer Lehrerin. Kabarett und Theater interessierten sie schon früh, Gerhard Polt ist sogar das Thema ihrer Doktorarbeit.

Seit drei Jahren steht sie selbst auf der Bühne, allerdings war die meiste Zeit davon Sendepause wegen Corona. Mit ihrem neuen Programm: „Eine Frau sieht weißblau“ greift sie in recht unterhaltsamer Weise Themen an, die man so nicht erwartet.

Als Germanistin bringt sie viel Wortmalerei mit hinein. „Die Pichler“ kommt auf Ideen, die gibt es sonst gar nicht, und sie trägt sie fröhlich vor. Auch ihre Gedichte rezitiert sie in einer Länge, die an Schillers Glocke erinnern.

Herrlich komische Gedankenspiele offenbart sie dabei, aber ehe der Hörer lachen und klatschen kann, ist der nächste Knalleffekt im Anmarsch. Dafür findet am Ende längerer Applaus statt. In ihrer Denk- und Vortragsweise erinnert sie an Polt und die Wells, dabei ist sie aber trotzdem sehr eigenständig. nz

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