Fulminantes Programm vom 12. bis 17. März

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Laut Time-Magazin die "beste Sängerin Amerikas": Cassandra Wilson. Foto re
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Laut Time-Magazin die "beste Sängerin Amerikas": Cassandra Wilson. Foto re

Die längste Burg hat die Stadt das ganze Jahr über, zur Hochburg des Jazz im internationalen Maßstab wird Burghausen auch 2013 wieder: Die 44. Jazzwoche Burghausen präsentiert vom 12. bis 17. März herausragende Bands, Instrumentalisten und Vokalisten in stilistischer Vielfalt und doch weitab jedweder Beliebigkeit. Und das mit einem vehement spannenden, klug und kenntnisreich zusammengestellten Programm, das bereits vorab lesend jedem und jeder Jazzaffinen einen gehörigen Endorphinschub verpassen dürfte.

Aufsehenerregend sind zunächst die diesjährigen Stars des Festivals: Dass mit Cassandra Wilson die laut Time-Magazin "beste Sängerin Amerikas" nach Burghausen kommt, ist zweifelsohne eine mehr als gute Nachricht. Sorgte im vergangenen Jahr Marcus Miller für mächtig Furore, so kommt dieses Jahr eine weitere Legende in Sachen funky E-Bass: Larry Graham und seine Centralstation. Mit John Scofield ist einer der gleichermaßen individuellsten wie stilbildendsten Jazzgitarristen unserer Zeit angesagt.

Die Pianistin Aki Takase steht für gewitzte Avantgarde, desgleichen im Großformat das Andromeda Mega Express Orchestra. Weitere große Namen: Klaus Doldinger und Passport, Gregory Porter, oder, am traditionellen Blues-Samstag Chicago Beau & Band. Spannend wie ein Krimi, dabei aber absolut unblutig und ein großer Hörgenuss wird mit Sicherheit bereits das eröffnende Spiel um den 5. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis. Ins Finale haben es folgende Bands geschafft: Slavicon, Tilman Herpichböhms, Jilman Zilman, das Laurent Derache Trio, Lorenz-Heigenhubers-Down by Lo sowie das Matiss-Cudars- Quartet. Der Preis, um den diese hoch talentierten Musiker aus Deutschland, Frankreich, Lettland, Belgien und Luxemburg spielen, ist mit 15000 Euro dotiert. Laut Jury-Mitglied Reinhard Köchl repräsentieren die fünf Formationen am "allerbesten die Vielseitigkeit, Farbigkeit und Vitalität des jungen europäischen Jazz und garantieren ein Finale mit absolut offenem Ausgang".

Die Nachwuchsförderung wird in Burghausen ohne Frage ganz groß geschrieben, junger Jazz steht nicht nur am Anfang der Jazzwoche, sondern mit dem Next Generation Day bewährterweise auch wieder am Ende des Festivals. Die Jazz Masters All Stars (David Baker, Nathan Davis, Jon Faddis, Benny Golson, Claus Reichstaller, George Cables und Dennis Mackrel) präsentieren nicht nur in der Wackerhalle höchste, inspirierte Spielkultur des Jazz, sie stellen auch das Dozententeam der festivalbegleitenden Master-Workshops.

Die Jazzwoche Burghausen wäre indes auch 2013 nicht, was sie ist, ohne die Dance-Night im Gum-Club, die samstägliche Jazznight mit acht Bands in den Kneipen, Restaurants und Bars der Altstadt sowie die Late Night Sessions. Session-Band ist dieses Jahr das Kirk- Lightsey-Trio.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.b-jazz.com zu finden. Der Kartenvorverkauf hat in dieser Woche begonnen.

Tickets gibt es unter der Telefonnummer 08677/ 91646333.

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