Nachruf

Hans Höpfinger †

Kraiburg – Er war ein „Kraiburger Kindl“, dort geboren, gelebt und gestorben.

Nun hat sich der Lebenskreis von Hans Höpfinger geschlossen. Schon seit 30 Jahren litt er an einer Parkinson-Erkrankung, nun ist er doch unerwartet kurz vor seinem 85. Geburtstag verstorben. Würdevoll wurde seine Urne im Kraiburger Friedhof beigesetzt, im Gebet begleitet von Pfarrer Michael Seifert, gesanglich umrahmt von Jürgen Schwab.

Hans Höpfingers Lebensweg begann am 14. Juli 1935 in Kraiburg. Hier kam er als fünftes von sieben Kindern auf die Welt. Als Bub hat er auf dem Schlossberg Ziegen hüten müssen. Nach seiner Kindergarten- und Schulzeit lernte er das Zimmerer-Handwerk bei den Salesianern Don Bosco in Waldwinkel. Da er nicht mehr zum Wehrdienst eingezogen wurde, absolvierte er ein paar Jahre beim Fliegerstützpunkt der Amerikaner in Kaiserslautern. Bei verschiedenen Baufirmen war er anschließend als Zimmerer tätig.

Bei einer Veranstaltung im Deutschen Haus lernte er Erika Sieber kennen und lieben. So heiratete das junge Paar 1961. Drei Mädchen gingen aus der glücklichen Ehe hervor. Die Familie schuf sich ein Eigenheim, in das sie 1967 einziehen konnte.

Beruflich war Hans Höpfinger inzwischen in München tätig, arbeitete viele Jahre als Zimmerer im Akkord und wohnte wochentags in einer Baracke. Die letzten zehn Jahre bis zu seinem krankheitsbedingten Ruhestand war er als Hausmeister an der Kraiburger Schule beschäftigt.

Er war allzeit ein fleißiger Handwerker, so baute er 1990 noch ein Haus, in dem er seinen Lebensabend verbrachte. Ebenso half er den Kindern beim Hausbau. Als hilfsbereiter, ruhiger und doch die Geselligkeit liebender Mensch war er geschätzt. Früher unternahm er gerne Paddelbootfahrten auf dem Inn oder zeltete mit der Familie. Viel Freude bereiteten ihm seine sieben Enkel- und fünf Urenkelkinder.

Eine lebenslange treue Freundschaft verband ihn mit Max Rauscher. Bis zuletzt hielt die Verbundenheit nach Waldwinkel. Solange es ging, besuchte er dort die Ehemaligentreffen. Mit seiner Frau Erika holte er sich hier den kirchlichen Segen zur goldenen Hochzeit. Dies war auch für die diamantene Hochzeit in einigen Monaten geplant. Einen letzten Ausflug nach Waldwinkel und zum Stampfl genoss er noch mit seiner Familie, ehe er tags darauf friedlich entschlafen ist. bac

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