Kosten im Auge behalten beim Neubau am Buchbacher Marktplatz

Die Durchfahrtdurch den Marktplatz ist derzeit nicht möglich. Der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss machte sich ein Bild von den Abrissarbeiten beim Haus „Marktplatz 7“, das der Marktgemeinde gehört. Schwarz

Das Haus „Marktplatz 7“ ist Geschichte. Es gehört der Marktgemeinde und ist jetzt abgerissen worden. Es soll neu aufgebaut werden, damit dort kommunaler Wohnungsbau entstehen kann. Sprich die Vergabe der Wohnungen erfolgt an Menschen, die „Bedarf nach vergünstigten Mietkosten haben“,

Buchbach – wie es Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) bei der Sitzung des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses beschrieb. Er machte damit auch klar, dass es sich nicht um ein Projekt für sozialen Wohnungsbau handelt.

Das Gebäude Marktplatz 7 (Sailstorfer-Haus) wurde 1954 von der Gemeinde gekauft und zu einem Wohnhaus umgebaut. Vorher wurde darin von Anton Sailstorfer eine Brauerei betrieben, die kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aufgegeben wurde.

Abriss und Neubau an gleicher Stelle

In den vergangenen Jahren hat der Marktgemeinderat bereits des Öfteren diskutiert, was mit dem Haus geschehen soll. Auch die ansatzweise Sanierung mithilfe von Städtebaufördermitteln wurde bereits angeleiert. Doch Untersuchungen ergaben, dass die Substanz zu schlecht war. Deshalb hat der Marktgemeinderat sich für den Abriss und einen Neubau entschieden. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Dabei soll der Neubau, wenn man vom Marktplatz darauf schaut, von außen in etwa so aussehen, wie bisher. Es soll wieder ein simpler Baukörper ohne Dachüberstand werden. Da das Gelände in Richtung Wagnergasse abfällt, soll der Baukörper, wie jetzt auch, durch ein Vorder- und ein Rückgebäude gestaffelt werden.

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Architekt und Planer Josef Anglhuber hat allerdings geplant, dass der hintere Teil des Gebäudes etwas niedriger ist – derzeit ist er höher und wirkt dadurch wuchtiger. Damit würde es optisch gefälliger wirken, so sein Argument.

Wohnungen für den kleinen Geldbeutel

In dem Haus sollen sieben Wohnungen entstehen: jeweils eine Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss und ersten Stock sowie eine Art Penthouse im Dachgeschoss.

Bei einem Ortstermin regte Karl-Heinz Kammerer (CSU/FW) an, die Zahlen stets im Auge zu haben. Er befürchtet nämlich eine Mehrung der geschätzten Kosten beispielsweise bereits beim Abbruch des Hauses. Zudem fragte er noch einmal wegen der Frage nach Fensterläden oder Rolläden nach. So waren im ersten Entwurf elektrische Rolläden vorgesehen, der Marktgemeinderat hatte sich aber auf Fensterläden verständigt. Im Leistungsverzeichnis, so Kammerer, stehe noch gar nichts drin. Hier sagte Bürgermeister Einwang zu, die Verwaltung werde beim Planer noch einmal nachfragen.

Relativ hochwertig gebaut

Kammerer und Sonja Thalmeier (Grüne/Unabhängige) berichteten zudem von einem Ortstermin in Gars am Inn, wo sie ein vergleichbares Projekt des planenden Architekten besichtigten. Dabei stellten sie fest, dass das Gebäude „für kommunalen Wohnungsbau relativ hochwertig ist“, wie es Sonja Thalmeier vorsichtig beschrieb.

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