Zum Tod von Konrad Eckl: Der langjährige Macher der Fußballer des TSV Ampfing ist tot

+
Konrad Eckl.

Viele Jahre stand Konrad Eckl den Fußballern des TSV Amfping vor. In den letzten Jahren suchte er Erfüllung in den Bergen. Was immer er tat, er tat es mit Leib und Seele. Jetzt starb er nach einem Verkehrsunfall. Wie sein Bruder Günter, Pfarrer von Garching und Engelsberg, vor vier Jahren.

Mettenheim/Ampfing/Trostberg – Es war eine ganz besondere Beziehung, die Konrad Eckl zu seinem jüngeren Bruder Günter pflegte: Der fußball- und bergnarrische Konrad, und Michael, der Pfarrer, der bis 2015 in den Pfarreien Garching und Engelsberg arbeitete, bevor er bei einem Autounfall ums Leben kam. Jetzt, fast auf den Tag vier Jahre später, starb auch Konrad Eckl – an den Folgen eines Motorradunfalls.

Lesen Sie auch: Bewegender Abschied von Günter Eckl

Viele kennen ihn als Gesicht des TSV Ampfing, dessen Fußball-Abteilung er über viele Jahre leitete und prägte. Fast 15 Jahre war Konrad Eckl Kassier, danach acht Jahre von 2006 bis 2013 Abteilungsleiter. Fußball hat er auch gespielt, in der Jugend und der Reserve, sein Herz aber hing am Organisieren, Planen und Gestalten. Er war kaum 20 Jahre alt, als er das Amt des Kassiers übernahm, ein bedeutender Posten, schließlich spielte der TSV Ampfing damals noch in der Bayernliga. Erst 2013 zog sich Eckl zurück.

Gradlinig und zielstrebig

„Er war sehr zielstrebig, sehr gradlinig. Wenn er sich etwas vorgenommen hat, hat der das auch gemacht“, sagt Günter Sabinsky, der heute technischer Leiter der Fußballer ist. Ein Macher eben, einer auf den man sich 100-prozentig verlassen konnte. „Er war mit Leib und Seele dabei.“

Mehr zum Thema:: Motorrad überschlägt sich und stürzt in Böschung - zwei Schwerverletzte

Weggefährten beschreiben ihn als einen Menschen voller Energie, als einen, der nicht lange redete, sondern handelte. Das galt auch für ihn selbst, als er vor einigen Jahren begann, seinen Lebensstil radikal umzustellen. Er nahm sehr stark ab, begann aktiv Sport zu treiben und wurde ein begeisterter Bergsteiger. Oft mit einem Freund und einer Bekannten, manchmal auch alleine. Vor allem dann, wenn es galt, zum Sonnenaufgang auf dem Geigelstein zu stehen.

Zum Sonnenaufgang auf dem Geigelstein

Wenn dann die Bergpartner auf die Tour verzichteten, weil sie an den Arbeitstag dachten, sagte er nur: „Arbeiten kann man danach auch noch.“ Konrad Eckl war Bankkaufmann und seit 2010 als selbstständiger Firmenberater tätig. Für den Bergsteiger waren vor allem die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen das Revier.

Beide Brüder sterben nach Unfällen

Der Tod des Bruders im September 2015 traf ihn sehr. Wie Konrad liebte auch Günter das Fußballspiel, in seiner seelsorgerischen Arbeit als Pfarrer fand sich stets ein Platz dafür, mancher Ministrantentag endete auf dem Fußballplatz.

Pfarrer Eckl starb im September 2015, als er auf der B 299 zwischen Altötting und Garching gegen einen entgegenkommenden Sattelzug prallte. Vermutlich war Günter Eckl da bewusstlos, die Polizei sprach von zwei Thrombosen, die Eckl vor dem Unfall erlitten habe.

Auch interessant: Obszöne Anrufe: Da hört der Spaß auf

Konrad Eckl war in diesem Sommer, am 9. August, mit einer BMW GS1250 auf dem Weg nach Landshut unterwegs. Bei Niederbergkirchen verlor er die Kontrolle über das Motorrad, kam von der Straße ab und überschlug sich mehrfach. Seine 56-jährige Sozia wurde schwer verletzt, er wurde schwer verletzt. Für beide folgten Monate auf Intensivstationen und in Reha-Krankenhäusern.

Während seine Mitfahrerin überlebte, ist Konrad Eckl jetzt gestorben. Er wurde 49 Jahre alt.

Kommentare