Kommunalwahl 2020: Kreisbrandinspektor Bernd Michel (FW) will das Pollinger Rathaus erobern

Bernd Michel ist seit vier Jahren einer der beiden Kreisbrandinspektoren im Landkreis Mühldorf. Jetzt möchte er für die Freien Wähler Bürgermeisterkandidat werden.

Der gebürtiger Pollinger Bernd Michel ist 42 Jahre, verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist ausgebildeter Molkereifachmann und aktuell für Einkauf und Qualitätssicherung zuständig. Seit vier Jahren ist er Kreisbrandinspektor im Landkreis Mühldorf. Aktuell ist er nicht im Gemeinderat.

Polling – Während die Kandidatenliste der Freien Wähler Polling-Flossing zur Kommunalwahl für den Gemeinderat noch nicht vollständig ist – die Nominierungsversammlung findet am Sonntag, 15. Dezember, statt – konnte der Fraktionsvorsitzende Willi Skudlik bei der Jahresversammlung in einer anderen Angelegenheit Vollzug melden: Die Freien Wähler gehen bei der Kommunalwahl mit einem eigenen Kandidaten in das Rennen um den Bürgermeisterposten im Pollinger Rathaus. Bernd Michel, seines Zeichens Kreisbrandinspektor, will kandidieren.

Die offizielle Nominierung als Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler soll bei der Nominierungsversammlung erfolgen. Weitere Themen der Versammlung waren der Rückblick auf das Ferienprogramm 2019, welches eine sehr positive Resonanz erzielt hat, wie Skudlik sagte, und das auch in 2020 eine Neuauflage erfahren soll. Das beherrschende Thema war allerdings die Suche nach weiteren Kandidaten für die Gemeinderatswahl 2020. Hier sollen nach Möglichkeit Kandidaten aus allen Gemeindeteilen vertreten sein, um die Belange aller Bürger der Gemeinde Polling zu vertreten.

Willi Skudlik will auf der Liste der Freien Wähler auch für den Kreistag kandidieren, weitere Kandidaten seien auch hier willkommen, so der Fraktionsvorsitzende Bernd Michel will für die Freien Wähler das Pollinger Rathaus erobern.

Herr Michel, was hat Sie bewogen, sich für die Freien Wähler als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen?

Bernd Michel: Ich möchte in unserer Gemeinde Kommunalpolitik aktiv mitgestalten und mich einbringen. Ich möchte dazu beitragen, Verbesserungen für die Gemeinde zu erreichen und möchte dies in verantwortlicher Position tun. Von Kandidatur zu sprechen, ist aber noch zu früh, erst steht noch die Nominierungsversammlung der Freien Wähler am Sonntag, 15. Dezember, an.

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Welche Ziele setzen Sie sich?

Michel: Bevor man Ziele konkretisiert, ist es in erster Linie wichtig, den in den letzten Jahren immer tiefer werdenden Riss zwischen Polling und Flossing zu kitten. Hier sind in der jüngsten Vergangenheit viele Dinge schief gelaufen, auch weil sie oftmals falsch dargestellt wurden. Es müssen doch alle an einem Strang ziehen, um die Gemeinde nach vorne zu bringen. Alles andere ist nicht zielführend und hemmt.

Dann kann man auch Ziele definieren und vor allem erreichen. Nehmen Sie hier nur mal die Feuerwehren in unserer Gemeinde. Da klappt die Zusammenarbeit doch auch. Unter anderem möchte ich mehr Kommunikation mit den Bürgern, Zukunftsstrategien entwickeln und deren Umsetzung begleiten, wie beispielsweise bei der Gewerbeansiedlung und im Wohnungsbau. Junge Familien sollen in der Gemeinde bleiben können.

Sehen Sie es als Vorteil, ohne kommunalpolitische Erfahrung zu kandidieren?

Michel: Die Antwort lautet ganz klar: „Ja“. Ich bin absolut überzeugt, dass für diese Aufgaben, die das Bürgermeisteramt mit sich bringt, nicht kommunalpolitische Erfahrung, sondern vielmehr der unbedingte Wille, sich für die Gemeinde und die zu bewältigenden Herausforderungen einzusetzen, entscheidend ist. Da spielt für mich auch eine Parteizugehörigkeit keine Rolle, hier muss man fraktionsübergreifend das Beste für seine Gemeinde anstreben.

Interview: Robert Wagner

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