Kommunalwahl 2020

Politisches Donnerwetter in Buchbach: CSU verweigert Rathauschef Thomas Einwang ihre Gefolgschaft

Stolzer Bürgermeister: Thomas Einwang (Zweiter von links) hat erst vor wenigen Tagen die Auszeichnung „Heimatdorf 2019“ aus den Händen von Regierungspräsidentin Maria Els, Heimatminister Albert Füracker und Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler erhalten. Jetzt muss er darum bangen, im nächsten Jahr wiedergewählt zu werden: Die CSU Buchbach verweigert ihm in Bezug auf die Kommunalwahl 2020 die Gefolgschaft. re

Eine Alternative gibt es noch nicht und trotzdem will der Buchbacher CSU-Ortsverband nicht mit dem amtierenden Bürgermeister in die Kommunalwahl 2020 gehen. Gründe gibt es mehrere.

Buchbach – Die Buchbacher CSU will Bürgermeister Thomas Einwang nicht mehr für die Bürgermeisterwahl im nächsten März aufstellen. Das teilte der Ortsverband gestern per Pressemitteilung mit. Als Grund nennt CSU-Ortsvorsitzender Manfred Kroha auf Anfrage Unzufriedenheit mit der Arbeit des Bürgermeisters. 

Bürgermeister wusste von nichts 

Thomas Einwang zeigte sich vom Vorgehen seines Ortsverbands „überrascht: Mit mir hat vorher niemand gesprochen.“ CSU-Ortsvorsitzender Manfred Kroha betont, dass die CSU Buchbach grundsätzlich unzufrieden mit der Arbeit Einwangs sei. „Es geht einfach Vieles viel zu langsam. Seit 2007 hat der Markt Buchbach kein eigenes Bauland mehr ausgewiesen. Impulse zur ärztlichen Versorgung sind aus dem Gemeinderat gekommen, doch sollte dies zentrales Thema auf der Agenda des Bürgermeisters sein“, kritisiert Kroha. Und auch die Vorbereitung zur Zusammenlegung der Bauhöfe Buchbach und Schwindegg dauere schon viel zu lange. „Die Idee dazu ist schon 2017 entstanden, doch erst 2019 liegt das Gutachten vor!“

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Bürgermeister Einwang sagte auf Anfrage, er habe vermutet, dass etwas im Gange ist, weil er bislang keine Auskunft der CSU zu einer erneuten Kandidatur erhalten habe. „Da wusste ich, es läuft etwas im Hintergrund.“ Er sei aber enttäuscht, dass niemand das Gespräch mit ihm gesucht habe. 

Niemand  habe das Gespräch gesucht hat

Die Vorwürfe seines Kontrahenten Kroha aber weist er zurück: „Da haben die Leute nicht aufgepasst.“ Einwang erinnert an den jüngsten Erfolg: „Wir wären sicher nicht Heimatdorf 2019 geworden, wenn bei uns nix passieren würde.“ 

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Beim Thema Bauhof habe ihm der Gemeinderat am Ende Knüppel zwischen die Beine geworfen, obwohl vorher alle Beschlüsse einstimmig gefasst worden seien. Er hält trotzdem daran fest, wieder als Bürgermeister zu kandidieren.

Einwang will trotzdem kandidieren

Bereits bei den letzten Wahlen hat ihn neben der CSU auch die Liste Ranoldsberg aufgestellt. Einwang geht davon aus, dass das auch bei der jetzigen Kommunalwahl wieder so sein wird. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 erhielt Einwang als einziger Kandidat 94,7 Prozent der Stimmen. 

Es gibt keinen Alternativvorschlag 

Einen eigenen Kandidaten hat die CSU Buchbach bislang noch nicht, gibt Kroha zu. Seit Monaten spreche die Partei schon Bürger für die Gemeinderatsliste an. Eine Zusammenarbeit mit den Freien Wählern Buchbach sei denkbar, bis hin zur Aufstellung einer gemeinsamen Liste.

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