Kommunalwahl 2020: ÜWG Mettenheim stellt Kandidaten für Gemeinderat und Bürgermeisteramt auf

Der Vorsitzende der ÜWGMettenheim Michael Mooshuber (Achter von rechts) kandidiert für das Bürgermeisteramt. Mit ihm freuen sich die Listen- und Ersatzkandidaten: Rudolf Kapser, Martin Strasser, Marc Matthäus, Josef Stöckl, Johann Pietrek, Roland Dichtl, Sabine Westermair, Franz Hinmüller, Gertraud Schwarze, Hermann Kleindorfer, Martin Schwarze, Marianne Lazarus, Jens Stutzriem, Brian Costa, Claudia Hohenberger, Marion Löx und Florian Gaspar (von links). Kretschko

Schon zu Beginn der Aufstellungsversammlung der Überparteilichen Wählergruppe (ÜWG) schien niemand aus der zahlreich im Kreuzer-Stüberl erschienenen Gefolgschaft Zweifel zu haben, dass der ÜWG-Vorsitzende und Dritte Bürgermeister Michael Mooshuber „ihr“ Bürgermeisterkandidat ist.

Mettenheim – Er ist für die Nachfolge des scheidenden 70-jährigen Amtsinhabers Stefan Schalk prädestiniert, waren alle überzeugt. Das vor allem deshalb, weil schon auf der ÜWG-Herbstversammlung allgemeine Aufbruchstimmung herrschte, wovon auch der Bewerber um den Bürgermeisterposten Michael Mooshuber profitierte.

Der erklärte, alles daran setzen zu wollen, die Wahl mithilfe seiner Unterstützer zu gewinnen. Nachdem die CSU heuer den Bürgermeisterposten räumen muss, besitze er, der bei ähnlicher Konstellation bei der Kommunalwahl im Jahr 2008 seinem Gegenkandidaten nur knapp unterlag, reelle Chancen auf den Sieg. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Auch als ehrenamtlicher Bürgermeister genug Zeit investieren

Auf Anfrage versicherte er seinen Anhängern auch, sich im Fall seiner Wahl genug Zeit für die Gemeindebelange als ehrenamtlicher Bürgermeister zu nehmen, und meinte entschlossen: „Ich mach‘ Nägel mit Köpfen!“ Das hätte er ebenso getan, wenn es – wie von der ÜWG gefordert – einen hauptamtlichen Bürgermeister für die Zeit nach 2020 gegeben hätte. So aber bewarb sich Michael Mooshuber als einziger Kandidat um das ehrenamtliche Bürgermeisteramt und wurde von 38 Wahlberechtigten mit 37 Stimmen – eine Stimme war ungültig–  gewählt. Damit stieg er nach dem bereits gesetzten CSU-Bürgermeisterkandidaten Josef Eisner „in den Ring“.

Wofür steht Michael Mooshuber

Michael Mooshuber (57) ist gebürtiger Mettenheimer, verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne in Studium und in Ausbildung. Als Schreinermeister führt er einen eigenen Betrieb in Mettenheim-Dorf, den er im Jahr 1994 von seinem Vater übernahm. Auch die politische Tradition seiner Familie setzt er seit über 30 Jahren in der Überparteilichen Wählergruppe Mettenheim fort, deren Vorsitzender er ist. Seit zwei Legislaturperioden vertritt er ÜWG-Interessen als Mettenheims Dritter Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. Zudem ist er stellvertretender Verbandsrats im Wasserzweckverband der Mettenheimer Gruppe und arbeitet noch als Eheschließungs-Standesbeamter in der Gemeinde. Mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik fühlt er sich gut gerüstet für das Bürgermeisteramt.

Im Weiteren stand die Wahl weiterer 15 Listenkandidaten an, wobei die ÜWG auf die Platzvergabe an Gemeinderäte, Frauen, Vertreter der Mettenheimer Ortsteile und nach Stimmenzahl achtete. Bei ihren Kurzvorstellungen bekräftigten sie die Wahl Mooshubers zum ÜWG-Bürgermeisterkandidaten und setzten sich für die Chancengleichheit der Frauen, eine stärkere Präsenz der ÜWG im Gemeinderat, die Durchsetzung der Demokratie und den wachsenden Anteil des Einzelnen an der Umsetzung der Kommunalpolitik ein.

Lob vom Landratskandidaten

Auch die ÜWG-Kreistagskandidaten wurden gewählt: Michael Mooshuber, Franz Hinmüller, Marianne Lazarus und Josef Stöckl bekamen hier die meisten Stimmen. Daran knüpfte der Waldkraiburger Stadt- und Kreisrat Ulli Maier an, der sich erst jüngst als Landratskandidat der Unabhängigen Wählergemeinschaften aufstellen ließ. Er lobte die hervorragende Entwicklung der Mettenheimer ÜWG, die im Gegensatz zu früher über genug und viele junge Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 verfüge. An seine Zuhörerschaft appellierte er, einen kraftvollen gemeinsamen Wahlkampf zu führen. Vom Erfolg dessen zeigte sich auch Michael Mooshuber überzeugt, der abschließend zum Engagement in den eigenen Reihen aufrief, um das Ziel – den Bürgermeister und die Mehrheit im Gemeinderat zu stellen – zu erreichen.

Die Kandidaten der ÜWG Mettenheim für die Kommunalwahl 2020

1. Michael Mooshuber, 57 Jahre, Schreinermeister, 2. Claudia Hohenberger, 49 Jahre, Pfarrsekretärin, 3. Rudolf Kapser, 52 Jahre, Bautechniker, 4. Franz Hinmüller, 47 Jahre, Schreinermeister, 5. Roland Dichtl , 54 Jahre, Hausservice, 6. Josef Stöckl, 51 Jahre, Kfz-Sachverständiger, 7. Marc Matthäus, 44 Jahre, Haustechniker, 8. Marianne Lazarus, 62 Jahre, Beamtin, 9. Sabine Westermair, 36 Jahre, Dipl.-Kauffrau, 10. Florian Gaspar, 38 Jahre, Finanzbeamter, 11. Martin Strasser, 42 Jahre, Metallbaumeister, 12. Martin Schwarze, 36 Jahre, Elektroniker, 13. Jens Stutzriem, 49 Jahre, Installations- und Heizungsbaumeister, 14. Brian Costa, 38 Jahre, Unternehmer, 15. Johann Pietrek, 58 Jahre, Maschinenbautechniker, 16. Gertraud Schwarze, 59 Jahre, kaufmännische Angestellte. Ersatzkandidaten: 17. Marion Löx, 45 Jahre, Bankkauffrau, 18. Thomas Mooshuber, 21 Jahre, Fortbildung zum Techniker, 19. Engelbert Strohmeier, 55 Jahre, Landwirt, 20. Hermann Kleindorfer, 53 Jahre, Instandhaltungskoordinator

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