Kommunalwahl 2020: Bündnis Aschau nominiert Kandidaten für den Gemeinderat

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Das Bündnis Aschau fordert bei der Kommunalwahl die etablierten Parteien heraus. Mit Thomas Duxner ist längst ein Bürgermeisterkandidat nominiert, jetzt steht auch die Liste für den Gemeinderat fest.

Aschau – Im Pfarrsaal trafen sich Mitglieder und Unterstützer vom Bündnis Aschau, um nach der Nominierung von Thomas Duxner zum Bürgermeisterkandidaten nun auch eine Liste für den Gemeinderat zu nominieren.

In seiner Eröffnungsrede stellte Thomas Duxner den Teamgedanken in den Mittelpunkt. Arbeit in der Gemeinde und im Gemeinderat sei keine „One-Man-Show“. Einer allein könne keine Gemeinde leiten. Zusammen will das Bündnis Aschau die Gemeinde Aschau entwickeln. Auf die Frage, warum sich die Mitglieder des Bündnisses Aschau keiner bestehenden politischen Organisation angeschlossen haben, antwortet Duxner:

Gesteuerte Transparenz

„Das Bündnis Aschau bedeutet einen Neuanfang für die Gemeinde. 14 von 16 der für den Gemeinderat vorgesehen Personen waren bis jetzt in keiner politischen Vereinigung aktiv. Beim Bündnis macht es die Mischung aus Alteingesessenen und Neuzugezogenen“. Die bisherige Transparenz sei es gewesen, die Bürger „einzuwickeln“, war also gesteuerte Transparenz oder Intransparenz.

Warum macht das Bündnis Aschau Sinn? Duxner nannte Beispiele. Es gelte, Alternativen zum geplanten Standort für das Gewerbegebiet, das Aschau durchaus brauche, zu entwickeln. Er sehe zwei Möglichkeiten: Das Gebiet nördlich des Bauernhofes der Familie Stadelhuber müsse nicht, wie von Bürgermeister Alois Salzeder behauptet, als landwirtschaftliche Fläche erhalten bleiben.

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Auch sei das Gebiet neben dem neuen Umspannwerk nicht gravierend mit Altlasten, in diesem Fall Kalkschlacke, belastet. Dem Bürgermeisterkandidaten liege ein diesbezüglicher Untersuchungsbericht vor. Auch habe es die amtierende Gemeindeleitung nicht geschafft, für Aschau einen überzeugenden Ortsentwicklungsplan zu entwerfen.

Die vorgesehen 16 Personen für die Liste zum Gemeinderat seien laut Duxner keine „Listenauffüller“. „Alle wollen aktiv im Gemeinderat mitarbeiten und Verantwortung für Aschau übernehmen.“ Das erklärte Ziel des Bündnisses Aschau: Den Bürgermeister stellen und möglichst viele Kandidaten in den Gemeinderat bringen.

Teamgedanke steht im Vordergrund

Karl Heinz Jekler leitete die Wahl der 16 Kandidaten, die sich kurz vorstellten. In dieser Vorstellung nannten sie ihre Motive, warum sie in den Gemeinderat einziehen wollen. Bei Themen wie der Bahnunterführung in Klugham oder dem Funkmasten in Howaschen kritisierten viele die unzureichende Informationspolitik des Amtsinhabers. Andere Themen betrafen die mangelnde Arbeit für die Jugend oder das nicht gegebene Wohnen für Senioren in zentraler Lage im Ort. In Aschau gebe es auch keinen Mittelpunkt mehr.

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Nach der Wahl der 16 Bewerber für den Aschauer Gemeinderat ergriff nochmals Thomas Duxner das Wort. Es werde jetzt viel Arbeit auf die Kandidaten zukommen. Es gelte, Fragen der Bevölkerung zu beantworten, und für die Bürger erreichbar zu sein. Darum sei auch eine eigene E-Mail-Adresse sehr wichtig. Nicht wie bei den etablierten politischen Organisationen gebe es beim Bündnis Aschau keine Hierarchie, der Teamgedanke stehe im Vordergrund. „Es wird Gegenwind geben. Aber den muss man aushalten.“

Bündnis Aschau: Die Kandidaten für den Gemeinderat bei der Kommunalwahl 2020

1. Thomas Duxner, 45 Jahre, Rektor, 2. Gertraud Langbauer, 57, Schneidermeisterin, 3. Karl Heinz Jekler, 51, Beamter, 4. Alexandra Kutschera, 44, Erzieherin, 5. Manfred Bock, 62, Vorruheständler, 6. Monika Löffelmann, 52, Försterin, 7. Patrick Rieder, 24, Manager Bauprojekte, 8. Andreas Wimmer, 49, Kfz-Sachverständiger, 9. Harald Rösler, 50, Meister Elektrotechnik, 10. Martin Gaßlbauer, 50, Entwicklungsingenieur, 11. Armin Grünwald, 31, Meister Elektrotechnik, 12. Stefan Hinterleitner, 52, Steuerberater, 13. Peter Schlesag, 53, Lehrer, 14. Justin Lohmaier, 18, Azubi Finanzwirt, 15. Günter Franz, 56, Diplomingenieur Maschinenbau, 16. Christian Tahedl, 54, Angestellter.

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