Meinung

Kommentar zu CSU-Stadtrat Nadvornik, der fast nie in der Sitzung ist: „Ein Ärgernis!“

Bei der Nominierung des CSU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt vor einem Jahr war er gleich in zweifacher Ausführung auf der Bühne. Seit seiner Niederlage bei der Bürgermeisterwahl ist Wolfgang Nadvornik aber auch als gewähltes Stadtratsmitglied fast nie zu sehen – im Stadtrat und in den anderen städtischen Gremien.
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Bei der Nominierung des CSU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt vor einem Jahr war er gleich in zweifacher Ausführung auf der Bühne. Seit seiner Niederlage bei der Bürgermeisterwahl ist Wolfgang Nadvornik aber auch als gewähltes Stadtratsmitglied fast nie zu sehen – im Stadtrat und in den anderen städtischen Gremien.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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Seit Mai war CSU-Stadtrat und Ex-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Nadvornik nur einmal in einer Sitzung. Seiner Verantwortung als gewählter Volksvertreter wird er damit nicht gerecht, kritisiert Hans Grundner in seinem Kommentar.

Kommentar – Neulich, auf dem Weg zur Stadtratssitzung lief unter Waldkraiburger Bürgern, die den Kommunalpolitikern regelmäßig bei der Arbeit zuschauen, eine Wette: Kommt er, oder kommt er nicht?

Natürlich fehlte er auch diesmal. Eine Überraschung wäre es gewesen, hätte Wolfgang Nadvornik, CSU-Stadtrat und gescheiterter Ex-Bürgermeisterkandidat, sein Mandat an diesem Tag wahrgenommen. Nur einmal hatte er seit Mai Zeit dafür. Sonst wäre er bis heute nicht vereidigt. In die beiden Ausschüsse, in denen er Sitz und Stimme hat, hat er es noch gar nicht geschafft.

Vollmundige Wahlkampfankündigungen

An der A 94 kann es nicht mehr liegen, seit das Tempolimit wieder gefallen ist. In 23 Minuten wollte der Sportjournalist, der in Neufarn bei Anzing wohnt, in Waldkraiburg sein. Mit dieser vollmundigen Ankündigung trat er im Wahlkampf Kritikern entgegen, die damals schon bezweifelten, dass der verlorene Sohn der Stadt allzu oft den Weg zurück finden würde.

Hans Grundner

Dass Verpflichtungen im Beruf und kommunalpolitische Termine kollidieren, das kommt im Einzelfall immer wieder vor. In diesem Ausmaß wird es zum Ärgernis. Doch alles auf Corona zu schieben, ist nicht überzeugend. Nach Lage der Dinge wird die Stadt auch in den nächsten Jahren den Sitzungsplan ihrer Entscheidungsgremien nicht mit dem Turnierkalender des Welttennisverbands abstimmen können.

Überhebliche Reaktion

Das hätte Nadvornik vorher wissen können. Wie so vieles andere auch. Durch seine häufigen Absenzen wird einmal mehr klar, dass seine Kandidatur ein großes Missverständnis war. Auf beiden Seiten. Das muss auch die CSU erkennen.

Welche Verantwortung er mit einem Stadtratsmandat übernimmt, war Nadvornik wohl nicht klar. Dafür spricht, dass er Kritik an seiner mangelnden Präsenz überheblich als „Erbsenzählerei“ abtut.

J.Grundner@ovb.net

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