Kommentar zu neuer Panne im Landwirtschaftsministerium „Schon wieder verrechnet“

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„Läuft das Landwirtschaftsministerium bald Scheuers Bundespannenministerium den Rang ab?“, fragt unser Autor nach einer neuerlichen Kommunikationspanne in Sachen Landwirtschaftsschule Töging.

Hans Grundner

Kommentar – Das darf nicht wahr sein! Zuerst hat sich das Agrarministerium bei den Anmeldezahlen für die Landwirtschaftsschule in Töging verrechnet. Auf der Grundlage von falschen Werten wurde kurzerhand die Schließung der Einrichtung angekündigt.

Schlimm genug. Doch es geht noch schlimmer. Das von Michaela Kaniber geführte Haus hat gerade den Beweis angetreten. Kaum hatte die Ministerin in einem Gespräch mit CSU-Mandataren aus Mühldorf und Altötting eine Bewährungsfrist von drei Jahren für die Schule zugesagt, verwirrt ihre Pressestelle schon wieder alle Beteiligten. Aus drei Jahren werden in der Mitteilung plötzlich drei Semester – Halbjahre also – und ein Abschluss im Frühjahr 2022.

Politiker aus der Region werfen Ministerin „eklatante Rechenfehler“ und Unzuverlässigkeit vor

Absicht, Missverständnis oder noch ein grober Schnitzer? Muss man sich Sorgen machen, dass das Landwirtschaftsministerium bald Scheuers Bundespannenministerium den Rang abläuft? Ist Nachhilfe aus dem Kultusministerium geboten?

Ehe man sich an solche Fehlleistungen im Agrarressort gewöhnt, braucht‘s Klarheit. Ein Machtwort vom Chef. Der Ministerpräsident ist vermutlich in den Grundrechenarten sattelfester. J.Grundner@ovb.net

Strittiges Thema Landwirtschaftsschule: Agrarministerin Michaela Kaniber im Gespräch mit (von links): Altöttings Landrat Erwin Schneider, Staatssekretär Stephan Mayer und Mühldorfs Landrat Max Heimerl.

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