Kommentar zu Bahnausbau zwischen München und Tüßling: 2028 – Druck aufrecht erhalten

Gerade wurde der Autobahnabschnitt der A94 eröffnet, der den Landkreis Mühldorf mit München verbindet. Nun gibt es für den Ausbau der Bahnstrecke nach München ebenfalls Neuigkeiten. Gute Neuigkeiten, findet Markus Honervogt.

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Mühldorf – Es war schon eine besondere Woche: Mit der Einweihung der A 94 endet eine Ära, die eine ganze Region über Jahrzehnte geprägt hat. Ein großes Fest setzte das markante Schlusszeichen und bot erfreulicherweise einen weiteren Lichtblick. Im Schatten der Autobahndiskussion hat sich das zweite, genauso wichtige Verkehrsvorhaben weiterentwickelt: der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München Mühldorf. Fast 30 000 Menschen warten auf den Ausbau für ihren täglichen Arbeitsweg, die Industriebetriebe brauchen die Kapazitätserweiterung.

Deshalb ist die Aussage von Bayerns Bahnchef am Rande der Autobahneröffnung so erfreulich: Er rechnet damit, dass der Ausbau 2028 geschafft sein wird. Damit gibt es erstmals eine hoffentlich am Ende auch verlässliche Aussage eines führenden Bahnmitarbeiters zum Fertigstellungszeitpunkt. Zehn Jahre – eine lange Zeit. Obwohl der Ausbau gut auf der Schiene zu liegen scheint, sollten alle Akteure aus der Region ihre Lehren aus der häufigen Verzögerung des Autobahnbaus gezogen haben, wachsam bleiben und den Druck auf Bahn und Bund aufrecht erhalten.

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