Kiebitz-Schutz zeigt deutliche Erfolge

Ein gut getarntes Gelege der für diese Region typischen Kiebitze mit drei Eiern. Meling

Ampfing –. In Stetten in der Gemeinde Ampfing trafen sich Beteiligte aus Behörden, Verbänden und Landwirtschaft, um sich ein Bild über den Stand des Kiebitzschutz-Projekts zu machen.

Die Zusammenarbeit wurde dabei von allen Seiten gelobt.

In der Runde dabei waren Umweltreferent Christian Felbinger, Bürgermeister Josef Grundner aus Ampfing, Vertreter der Wildland-Stiftung sowie vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Landwirte. Letztere wurden durch Ludwig Genzinger, Andreas Stoiber und Josef Steinberger vertreten.

2016 hatten drei LBV-Mitglieder das Projekt ins Leben gerufen. „Heute sind es 16 ehrenamtliche Kiebitzhelfer im gesamten Landkreis, die ständig unterwegs sind, um Kiebitzgelege zu finden und zu markieren“, erklärte Naturschutzfachkraft Esther Lindner vom Landschaftspflegeverband (LPV). Seit 2020 liegt die organisatorische und finanzielle Koordination des Kiebitzschutz-Projekts in den Händen des Vereins.

36 Gelege wurden bisher in diesem Jahr markiert, davon allein elf Gelege bei Stefanskirchen in der Gemeinde Ampfing.

Dazu meinte Bürgermeister Grundner mit Stolz: „Die Vögel wissen halt auch, wo es ihnen gut geht.“ Er sagte die Kostenübernahme für die Nestprämie und Schlupferfolg an die Landwirte durch die Gemeinde zu.

Kiebitz-Helfer Tobias Biebl vom LBV betreut zusammen mit seinem Bruder Alexander das Schutzprojekt im Bereich Stefanskirchen. Er erklärt das Vorgehen: Ab Beginn der Brutsaison Mitte März sollen Nistbereiche durch Stangen markiert werden. Falls notwendig, können die flugunfähigen Küken eingesammelt werden, bis der Landwirt seine Feldarbeit verrichtet hat. ng

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