Kein Keller in der Kinderkrippe – Mettenheim erweitert Krippe nicht noch mehr

Die Kinderwelt St. Michael ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Jetzt soll ein Krippenanbau hinzukommen –allerdings ohne Keller. Die Diskussion darüber wurde äußerst kontrovers geführt.
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Die Kinderwelt St. Michael ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Jetzt soll ein Krippenanbau hinzukommen –allerdings ohne Keller. Die Diskussion darüber wurde äußerst kontrovers geführt.

Am Ende einer kontroversen Diskussion um zusätzliche Gruppenräume in der erweiterten Kinderkrippe in Mettenheim sagte der Gemeinderat nein. Die zusätzlichen Räume hätte 400.000 Euro kosten, sollen, jetzt werden sie nicht gebaut.

Von Petra Asanger

Mettenheim – Kein Keller für den Krippenanbau: Das hat der Mettenheimer Gemenderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Er lehnt damit Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro ab, die ein solcher Keller laut Schätzung mit sich bringen würde. Doch nicht jeder war der Ansicht, dass hier in Zeiten von Corona gespart werden sollte.

Notfallgruppen in Zeiten von Corona

Gertraud Schwarze (ÜWG) äußerte sich in der Sitzung kritisch. Sie ist der Meinung, dass in Corona-Zeiten jeder Platz benötigt werde. So könnte man mit Gruppen im „Notfall“ auch mal auf den Keller ausweichen.

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Auch Claudia Hohenberger (ÜWG) findet, dass bei so hohen Ausgaben der Keller mit Sicherheit eine gute Investition wäre.

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Bürgermeister Josef Eisner (CSU) hingegen erklärte, dass man nicht einfach alles mit dem Keller machen kann, was man gerne möchte. Gruppenräume können auf keinen Fall in den Keller verlegt werden, betonte Eisner. „Hier gibt es Vorgaben, die beachtet werden müssen“. Rudolf Kapser (ÜWG) schlug daraufhin vor, die Möglichkeit eines Lichtgrabens in Betracht zu ziehen, „Dann dürfte es mit der Unterbringung einer Gruppe, auch im Keller, keine Schwierigkeiten geben!“, fand er.

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„Wenn man schon drei Feuerwehren hier in Mettenheim unterhält“, so Marianne Lazarus (ÜWG), „sollte man nicht überlegen bei den Kindern zu sparen. Noch dazu zahlt man Negativzinsen“.

Genügend Platz frei

Zweiter Bürgermeister Johann Schaumeier (CSU) hielt jedoch dagegen, dass man im „alten“ Kindergartengebäude noch genügend freien Platz im Keller hat, der noch zur freien Verfügung stehe. Den Vorwurf, dass Mettenheim an den Kindern spare, könne er nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: „Bei der Ausstattung der Kinderwelt St. Michael ist man mit Sicherheit ganz oben dabei!“ Sollte man noch Gruppen entzerren wollen oder noch zusätzlich Gruppen benötigen, reiche dafür auch ein Keller auch nicht mehr.

Mit 10:6 gegen die Erweiterung

Mit 10:6 stimmte der Gemeinderat für einen Kinderkrippenanbau ohne Keller. Zugleich gibt der Gemeinderat Mettenheim die Ausarbeitung der Genehmigungsplanung, der Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Vergabe der Fachplaner für den Kinderkrippenneubau in Auftrag.

Die Gesamtkosten für den Anbau sind kein Pappenstiel: 2,41 Millionen Euro wird der Anbau laut Planung wohl kosten.

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