Kardinal Marx zeichnet Obertaufkirchener aus: Johann Schwarzenböck erhält Korbiniansmedaille

Im Rahmen eines Festgottesdienstes hat Kardinal Reinhard Marx im Mariendom in Freising Johann Schwarzenböck die Korbiniansmedaille verliehen. Sutherland
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Im Rahmen eines Festgottesdienstes hat Kardinal Reinhard Marx im Mariendom in Freising Johann Schwarzenböck die Korbiniansmedaille verliehen. Sutherland

Kommunionhelfer, Lektor, Pfarrgemeinderat: Der 65-Jährige engagiert sich seit über vier Jahrzehnten ehrenamtlich im kirchlichen Bereich. Heute organisiert er noch Wallfahrten.

Obertaufkirchen – Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, zeichnet einmal im Jahr maximal vier verdiente Gläubige mit der Korbiniansmedaille aus. In diesem Jahr ging eine davon nach Obertaufkirchen, an Johann Schwarzenböck. Der 65-jährige engagiert sich seit vielen Jahren im Pfarrgemeinderat, dem Pfarrverbandsrat und für andere kirchliche Bereiche.

Geboren und aufgewachsen in Holzland, begann er als Ministrant in Steinkirchen und trat später in die Katholische Landjugend in Obertaufkirchen ein. Dort wurde er Gruppenleiter und Vorstand. Mit der Liturgiereform 1974 wurde für die Messe ein Kommunionhelfer und Lektor gesucht. Die Wahl fiel auf den damals 20-jährigen Johann Schwarzenböck. 45 Jahre sollte er dieses Ehrenamt beibehalten und hat es auch heute noch inne.

Einige Jahre später, mit 24 Jahren wurde er in den Pfarrgemeinderat gewählt. Vier Jahre danach übernahm er dort den Vorsitz für weitere 24 Jahre. Beruflich war er inzwischen Vertriebsleiter im Bereich Metallbau geworden, als 1982 der Pfarrverband gegründet wurde.

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Aufgrund des Mangels an Pfarrern, wurden Obertaufkirchen, Schwindegg und Oberornau zusammengelegt. Der Pfarrverbandsrat wurde gegründet, um das Zusammenwachsen und -Leben der drei Pfarreien zu fördern. Zusätzlich zum Pfarrgemeinderat gab es dann den Pfarrverbandsrat und jeder der Mitglieder war automatisch auch dort Mitglied. Acht Jahre hatte Johann Schwarzenböck hier den Vorsitz. Zusätzlich war er Delegierter im Dekanatsrat.

Als das Pfarrzentrum entstand und neu gebaut wurde, gab es für ihn viel zu regeln und zu organisieren. In der gleichen Zeit entstanden die Pfarrfeste. Seit 1983 gibt es sie und als Pfarrgemeinderatsvorsitzender hat er sie federführend organisiert für 1000 bis 1500 Leute. Bis 2006, als er seine Ämter abgab, um Jüngeren Platz zu machen.

Heute organisiert er die Wallfahrten nach Tuntenhausen und Birkenstein. Drei Tage sind die Gläubigen zu Fuß unterwegs zu den katholischen Heiligtümern, der Basilika in Tuntenhausen und der Lourdes Kapelle in Birkenstein. Auch hier wurde Johann Schwarzenböck vom Mitorganisator zum Hauptorganisator. „Es hat immer Spaß gemacht“, zieht er sein Resümee, „und es geht nur im Team mit den anderen.“

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