Kampfabstimmung im Töginger Bauauschuss

Das geplante Wohnhaus an der Einmündung der Berliner Straße in die Wolfgang-Leeb-Straße soll flacher werden, als ursprünglich geplant.
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Das geplante Wohnhaus an der Einmündung der Berliner Straße in die Wolfgang-Leeb-Straße soll flacher werden, als ursprünglich geplant.

In der Sitzung des Bauausschusses ging es um Stilfragen. In einer Kampfabstimmung machte die CSU-Fraktion ihre Mehrheit geltend und setzte durch, dass das geplante Wohnhaus an der Einmündung der Berliner Straße in die Wolfgang-Leeb-Straße flacher wird, dafür aber größere Wohnungen bietet.

Töging – Nachdem das Gremium bereits im Juli grundsätzlich signalisiert hatte, dass die beiden Bau-Parzellen geschlossen überbaut werden dürfen, hatte Architekt Manfred Brunner den Bauausschuss nun vor die Wahl gestellt: drei Stockwerke mit 19 relativ kleinen Wohnungen oder eine zweistöckige Variante mit nur 13 Wohnungen, bei größerem Baufenster.

Zuschlag für 13 größere Wohnungen

Den Zuschlag bekam nach längerer Diskussion der Vorschlag mit nur einem Obergeschoss, der ein Baufenster von 659 Quadratmetern hat. Damit werden zwar nur 13 Wohnungen entstehen, die aber mehr Fläche bieten, als die Wohneinheiten in der dreistöckigen Variante mit nur 560 Quadratmetern Grundfläche. In der Diskussion argumentierte Tögings Dritter Bürgermeister und SPD-Bürgermeisterkandidat Günter Zellner mit Blick in die Zukunft, dass es andernorts durchaus üblich sei, in der ersten Reihe an der Hauptstraße höhere Gebäude zu errichten, die dann auch eine Art Schall-Schutz für die dahinterliegende Siedlung bildeten. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion.Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Dem widersprach Renate Kreitmeier (CSU), die meinte, dass auch die kleinere Variante eine ausreichende Höhe für ein Eckhaus habe: „Darüber kann man vielleicht bei späteren Bauverfahren noch nachdenken“, so die zweite Bürgermeisterin. Bürgermeister Tobias Windhorst meinte, dass er zwar keinen unnötigen Flächenverbrauch befürworten will, dass alles aber auch im Verhältnis stehen müsse. „Wir wollen uns nicht an den Bausünden der 1970er orientieren!“, betonte CSU-Stadtrat Gerhard Pfrombeck mit Blick auf teils unansehnliche Wohnblöcke, die damals entstanden sind.

Mit 6:4 setzte sich die CSU-Fraktion gegen die drei Stimmen der SPD sowie die Stimme von Josef Neuberger(FW) durch.

Ortsbesichtigung: Weiter Handlungsbedarf bei Mehrzweckhalle

Vor der Bauausschusssitzung hatte Bürgermeister Tobias Windhorst die Stadträte zu einem Ortstermin in die Töginger Mehrzweckhalle eingeladen. Rund 150 000 Euro hat die Stadt in den vergangenen Jahren dort bereits investiert, um die knapp 30 Jahre alte Halle Stück für Stück zu sanieren: eine komplett neue Heizanlage (80 000 Euro), neue Dachfenster, neue Außentüren (23 000) und andere notwendige Reparaturen. Davon, dass die Dreifachturnhalle aber noch weiteren Instandhaltungsbedarf hat, konnten sich die Mitglieder des Bauausschusses vor Ort ein Bild machen: weitere undichte Dachfenster, marode Teile des Dachstuhls und die Prallwand in der Turnhalle selbst müssen dringend überarbeitet werden. „Wir wollen uns jetzt ein Angebot von einem Planungsbüro machen lassen“, erklärte Bürgermeister Windhorst.

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