Kalender für 2020: Schwindegger und Schwindkirchener Feuerwehrfrauen in Abendkleid und Uniform

Präsentieren stolz den neuesten Kalender:Jasmin Sauer, Marina Thalbauer, Johanna und Selina Hendrych sowie Marianne Westenthanner. Sie sind fünf der acht Mitwirkenden. Niederschweiberer

Was anfangs nur eine lustige Idee war, entwickelte sich schnell zu einem Projekt mit einer klaren Botschaft. Acht Frauen der Feuerwehr Schwindegg und der Patenfeuerwehr Schwindkirchen veröffentlichen einen Kalender für das Jahr 2020. Wer ihn kauft, tut auch ein gutes Werk.

Schwindegg – Gekleidet in Feuerwehruniformen oder im roten Abendkleid stehen sie selbst vor der Kamera. Die Idee sei bereits 2014 entstanden, erzählt Jasmin Sauer, eine der Mitwirkenden. „Das war bei einer gemütlichen Runde mit Feuerwehrkollegen. Wir haben über jeden Blödsinn geredet. Da haben wir dann aus Spaß zum Kommandanten gesagt, wir machen einen Kalender. Ihm war das recht, solange alles seriös bleibt.“ Nach einer gemeinsamen Besprechungsrunde war klar, dass die Bilder mehr zu sagen haben sollen. Sie verfolgen ein bestimmtes Ziel: Gesehen und wahrgenommen werden.

Feuerwehr ist nicht nur eine Sache der Männer

„Wir möchten zeigen, dass auch Frauen bei der Feuerwehr sind. Und dass das nicht nur eine Sache für die Männer ist“, sagt Feuerwehrfrau Marianne Westenthanner. Auch sie sind nur zehn Damen von 60 Mitgliedern der Feuerwehr. Jasmin Sauer findet, das Denken über die Feuerwehr sei noch sehr von Stereotypen geprägt. Diese möchten sie abschaffen.

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Ihren ersten Kalender veröffentlichten die Feuerwehrfrauen im Jahr 2016. Unter Anleitung eines professionellen Fotografen waren sie in Uniformen und Abendkleidern auf den Bildern zu sehen. Die Einsatzfahrzeuge und Geräte dienten als Requisiten. Die Frauen verkauften die Kalender an Familie und Freunde. Die Idee sei so gut angekommen, sagt Jasmin Sauer, dass die erste Auflage bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war. Schnell war klar, dass das Fotoshooting keine einmalige Sache war. Nun halten sie bereits ihre dritte Kalenerausgabe in den Händen - in einer limitierten Auflage für 2020.

Für den Kalender gibt es eigenen Online-Shop

Neu ist, dass sie den Kalender zusätzlich in ihrem Online-Shop verkaufen. Ihre Reichweite hat sich deshalb stark vergrößert. „Wir werden vermutlich auch diesmal wieder alle Exemplare verkaufen. Mittlerweile haben wir nicht nur regionale Kunden. Durch den Online-Shop und unsere Werbung auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook kaufen Leute aus ganz Deutschland und sogar Frankreich unseren Kalender“, erzählt Jasmin Sauer.

Erlös des Kalenders fließt in die Jugendarbeit und den Verein „Paulinchen EV“

Der Kalender soll nicht nur das Frauenbild in der Feuerwehr stärken, sondern auch Menschen helfen. Ein Teil der Einnahmen fließt in die Jugendarbeit der Feuerwehr oder für neue Geräte. Den anderen Teil spenden sie an Paulinchen EV, um Familien zu unterstützen, deren Kinder schwere Brandunfälle erlitten haben. „Vielen Kunden ist es wichtig, zu wissen, wohin das Geld fließt. Wir tun genau das, was eine Feuerwehr macht, nämlich helfen“, betont Westenthanner.

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