Kairburger Architekturdinner mit Schmankerl fürs Auge

An dem Dinner nahmen teil: (von links) Christine Degenhart, (Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer); Karlheinz Beer, (Architekt, Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer); Roman Adrianowytsch (Architekt); Stefan Kohlmeier (ARC Architekten); Josef Anglhuber, (Architekt); „Gastgeber“, Stephan Mayer, (MdB, Parlamentarischer Staatssektretär) und Telemach Rieff, (ASW Architekten, München).
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An dem Dinner nahmen teil: (von links) Christine Degenhart, (Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer); Karlheinz Beer, (Architekt, Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer); Roman Adrianowytsch (Architekt); Stefan Kohlmeier (ARC Architekten); Josef Anglhuber, (Architekt); „Gastgeber“, Stephan Mayer, (MdB, Parlamentarischer Staatssektretär) und Telemach Rieff, (ASW Architekten, München).

Bereits zum zweiten Mal nach der Premiere im vergangenen Jahr durften circa 85 Teilnehmer ganz besondere Architekturschmankerl in Kraiburg rund ums „Bauen in der Region“ erleben.

Kraiburg – Stefan Kohlmeier vom niederbayerischen Büro ARC Architekten stellte das erste Projekt vor: Eine Wohnanlage in Münsing, die als eine aus 24 Bauherren bestehende Baugemeinschaft errichtet wurde. Er schilderte die Chancen von gemeinschaftlichem Bauen im Kontext mit den Anforderungen an das Wohnen, aber auch die Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Meinungen in einem Bauwerk zu bündeln. Das Projekt wurde im Frühjahr mit dem Bayerischen Wohnungsbaupreis 2019 ausgezeichnet. Die komplette Ausstellung zum Staatspreis ist derzeit im Bischof-Bernhard-Haus zu sehen.

Ebenso eindrucksvoll zeigte Architekt Roman Adrianowytsch aus Ausgburg, wie einfallsreich ein Kinderhort auf seine Nutzer zugeschnitten wurde. Der Augsburger Hort „Eichendorff“ bildet zusammen mit der angrenzenden Schule einen Lernort. Räume mit vielen Rückzugsmöglichkeiten sind hier für die Kinder entstanden, immer fein abgestimmt mit Material, Licht und Farbe. Karlheinz Beer präsentierte ein modernes Wohn- und Geschäftshaus, das sich in einem historischen Umfeld trotz einer Sichtbetonfassade wunderbar einfügt.

Abschließend stellte Projektleiter Telemach Rieff vom Münchner Büro Allmann-Sattler-Wappner ein Hotel-Bauvorhaben vor, den „Öschberghog“ am Rande des Schwarzwaldes. Hier wurde ein in die Jahre gekommener Hotelkomplex modernisiert und erweitert sowie ein Spabereich hinzugefügt. Eingebettet in einen Golfplatz entstand nicht nur ein Refugium im Grünen, sondern auch eine Architekturperle, die jüngst mit dem Deutschen Fassadenpreis 2020 ausgezeichnet wurde.

Die Ausstellung ist täglich bis zum kommenden Wochenende, außer Montag, von 14 bis 19 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Ausstellung im Foyer zum Bayerischen Wohnungsbaupreis. Andreas Reithmeier
Der Vortrag von Karlheinz Beer aus Weiden Foto Andreas Reithmeier.

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