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Wucherpfennig von der IHK Rosenheim über Lockdown-Hilfen: „Die Lage ist bitterernst“

Rosenheims IHK-Geschäftsstellenleiter Jens Wucherpfennig
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Rosenheims IHK-Geschäftsstellenleiter Jens Wucherpfennig

Rosenheim - Jens Wucherpfennig ist Geschäftsstellenleiter der IHK in Rosenheim. Im Interview spricht er über die Stimmung unter den Mitgliedern während des Lockdowns und die Forderung nach einer Öffnungsperspektive.

Wie ist die Stimmung unter den Mitgliedern?

Jens Wucherpfennig: Die Stimmung ist sehr unterschiedlich in den Branchen. In den vom Lockdown betroffenen Bereichen, wie dem Einzelhandel, der Gastronomie oder in der Veranstaltungsbranche, ist die Lage bitterernst. Die finanziellen Reserven sind zum Großteil aufgebraucht, Existenzen sind bedroht.

Inwieweit kommen die staatlichen Hilfen bei den Mitgliedern an?

Wucherpfennig: Die Novemberhilfen haben lange auf sich warten lassen, weil die Software vom Bund zur Bearbeitung der Anträge nicht funktioniert hat. Aber inzwischen fließen die Gelder und kommen bei den Unternehmen an, das gilt auch für die Dezember- und Überbrückungshilfe II. Im Freistaat konnten über alle Hilfsprogramme bisher rund 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt werden.

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Was erwarten Sie von der Politik in Hinblick auf die Wirtschaft?

Wucherpfennig: Die Unternehmen brauchen eine schnellstmögliche und verlässliche Öffnungsperspektive. Es darf auf keinen Fall einen Drehtür-Effekt geben, also ein ständiges Auf- und wieder Zusperren. Das wäre der schlimmste Fall.

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