So will Mühldorfs Landrat Heimerl die Wucht einer zweiten Corona-Welle steuern

Landrat Heimerl.

Mühldorf – Im Landkreis Mühldorf gibt es derzeit keine aktenkundigen Infektionen mit dem Coronavirus. Landrat Maximilian Heimerl erklärt, warum er dennoch weiter zur Vorsicht mahnt.

Rechnen Sie mit einer zweiten Welle?

Maximailian Heimerl: Mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen steigt die Eigenverantwortung, sich vor allem an Abstandgebote, Mund-Nasen-Schutz und Hygienekonzepte zu halten. Wie intensiv eine mögliche zweite Welle sein wird, können wir nicht vorhersagen, jedoch durch unsere Vorsicht beeinflussen. Wir stehen dem Geschehen nicht hilflos gegenüber. Wir beobachten die Entwicklungen ganz genau und sind im Gesundheitsamt sofort handlungsfähig, um Infektionsketten frühestmöglich zu unterbinden.

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Wie schätzen Sie die Gefahr im Landkreis ein?

Heimerl: Wir haben derzeit keine aktiven Fälle mehr. Das haben wir durch die Kontaktbeschränkungen und durch das disziplinierte Verhalten der Menschen erreicht. Deshalb ist es so wichtig, sich in der gegenwärtigen entspannten Lage nicht in trügerischer Sicherheit zu wiegen, sondern die Hygienebestimmungen weiter ernst zu nehmen.

Was sind die größten Risikofaktoren?

Heimerl: Die größten Risikofaktoren sind größere Menschenansammlungen, bei denen die corona-bedingten Verhaltensregeln und Hygieneschutzbestimmungen nicht eingehalten werden.

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Die Reisezeit kommt, was sollen Menschen beachten?

Heimerl:Generell ist sowohl die Planung als auch die Reise selbst mit einem höheren Aufwand verbunden. Wir empfehlen bei Reisen dringend, sich nicht nur bei der Planung, sondern auch vor Reiseantritt über die Einreisebedingungen und eventuellen Beschränkungen und Auflagen des jeweiligen Landes auf der Seite des Auswärtigen Amts und des Robert-Koch-Instituts oder beim Reiseveranstalter zu informieren, da sich diese auch kurzfristig ändern können. Und zwar nicht nur für die Bedingungen am Reiseort, sondern auch für die Anreise. Reisende sollten sich auch über die Entwicklungen der pandemischen Lage vor Ort auf dem Laufenden halten.

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