50 Jahre Musikverein

Von Bayern bis Böhmen: Der Musikverein Heldenstein begeisterte mit seinen mal flotten, mal ruhigen Stücken. Sixt-Majcen

Heldenstein – Als schöner Einstieg in das 50. Jubiläumskonzert des Musikvereins Heldenstein erklang das Stück „Euphoria“ von Martin Scharnagl, temperamentvoll und vielfältig im Ausdruck gespielt, zog es das Publikum in seinen Bann .

Danach folgte die „Netolicka Polka“ von Ladislav Kubes, mit musikalischen Schleifen und taktvollen Untermalungen, das Hauptthema durch Pauken angekündigt und begleitet. In Gerald Hoffmanns „Ein Troubadour auf Tour“ durchs Mittelalter, waren die Versuche, Kontakt aufzunehmen hörbar, sodann nach dem Erfolg die entspannte Tanzmusik. Martin Scharnagl hat mit „Tranquillo“ einen stressfreien Walzer geschaffen. Die Musikstücke wurden jeweils launisch und oft hintersinnig von den Musikern Katharina und Valentin angekündigt und beim „Kirchweih Landler“ von Karl Edelmann wünschten sie viel Glück für diese Vorführung.

Das Stück „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer ließ klanglich die Morgensonne zum Vorschein kommen.

„Auf der Vogelwiese“ von Josef Poncar, eine Melodie voller Schwung und mitreißendem Klang, ermutigte das Publikum zum Mitsingen. Bei „Gruß an die Heimat“ wurde der Trompeter Helmut Kassner von Klarinetten begleitet. Mit „Morgengedanken“ konnte Norbert Gälle die Empfindungen vieler Menschen musikalisch darstellen, vom sanften Aufwachen zu energischen Schritten in den Tag.

Nach der Pause stellten Katharina Hartmetz und Xaver Spierer, die im vergangenen Jahr das Goldenen Musiker-Leistungsabzeichen erreicht hatten, den „Aschauer Tenorhornlandler“ von Hans Bauer vor.

Mit dem „Böhmisches Feuer“ war von Beginn an ein flottes Tempo mit Rhythmen geboten, wie es die Polka verlangt.

Mit dem von Ernst Mosch gestalteten Stück „Der Weg zurück“ gelang den Musikern die perfekte Übersetzung der Gedanken des Königs der Blasmusik. Das Stück „Mars der Medici“ schrieb Johan Wichers, niederländischer Marschkönig, für seine Ärzte, als er in einem Krankenhaus lag.

Norbert Gälle hat mit seiner Komposition „Sorgenbrecher“ ein Schmerzmittel geschaffen, das Sorgen verschwinden lässt. Den Programmschluss machte „Ein Leben lang“ von den Fäaschtbänklern. In der Zugabe bedankten sich die Musiker mit „Musik nach Balkanart“ und der „Amtsgericht-Polka“ für den langen Applaus der Zuschauer. six

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