Investition in der Corona-Krise: „Bachmann Schlafsysteme“ in Neumarkt-St. Veit baut aus

Alles in Familienhand: Die Geschäftsführer von Schlafsysteme Bachmann – Wolfgang Bachmann, Seniorchef Peter Bachmann und Christian Bachmann.
+
Alles in Familienhand: Die Geschäftsführer von Schlafsysteme Bachmann – Wolfgang Bachmann, Seniorchef Peter Bachmann und Christian Bachmann.

Als „reine Achterbahnfahrt“ beschreibt Wolfgang Bachmann, einer der Geschäftsführer von „Bachmann Schlafsysteme“ in Neumarkt-St. Veit, die vergangenen Monate. So hatte das Unternehmen starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen – und das mitten in der Zeit der Erweiterung des Betriebes.

Von Franziska Ott

Neumarkt St. Veit – Hätte das Unternehmen, einer der führenden Hersteller von Lattenrosten und Schlafsystemen für Matratzen, zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass sich die Umsätze im Sommer wieder so positiv entwickeln würden und der Online-Handel gerade wegen Corona so expandieren würde, hätten sich die Firmenverantwortlichen sich bestimmt entspannter zurückgelehnt.

Erhöhung der Produktivität

Die Erhöhung der Arbeitsproduktivität spielt bei der Erweiterung von Betriebs- und Lagerhallen wohl immer eine Rolle. In diesem Fall zielte die Firma Bachmann aber insbesondere auf die Perfektionierung der Verwaltungs- und Ausstellungsräume ab. Auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern hat sich der Betrieb erweitert. „Beim Büroneuba zielten wir auf die Optimierung der Verwaltungsräume und des Werksverkaufs“, erklärt Wolfgang Bachmann. In den Jahren zuvor lag die Konzentration eher auf der Nutzfläche: Mehrere Fertigungs- und Lagerhallen wurden neu gebaut.

Lesen Sie auch:Ein „Goldenes M“ für den Neumarkter Spezialisten

Seit Mitte der 2000er Jahre setzt Bachmann neben den bestehenden Schwerpunkten auch darauf, den Online-Markt zu beliefern. Zahlreiche Online-Händler, sowie die Auto- und Caravanindustrie werden von ihnen beliefert.

In Zukunft solle die komplette Versandabwicklung allerdings mehr bei ihnen liegen. Durch fertig geschürte Pakete mit Endkundenversand-Etikettierung sollen Transportwege verkürzt werden. Für die Kunden selbst stelle das einen großen Komfortfaktor dar, Wege zu weit entfernten Verteilungszentren würden dann wegfallen. „Ökologisch gesehen ist das natürlich auch viel besser“, so Wolfgang Bachmann.

„Digitalisierungszug“ hat Fahrt aufgenommen

„Mit der Verbesserung der Service-Dienstleistungen, sollte auch ein verbesserter Datentransfer mit Kunden einhergehen“, so Bachmann, „da hat der Digitalisierungszug noch mehr an Fahrt aufgenommen“.

Spätestens zu Beginn der Corona-Zeit habe man auch gemerkt, dass Homeoffice mit dem aktuellen digitalen Stand der Firma zwar sehr gut funktioniert, aber trotzdem nur eine Notlösung sei. Der Produktionsbetrieb wäre dadurch zu stark eingeschränkt.

Bachmann lobt in diesem Zusammenhang seine Mitarbeiter: Selbst als das Unternehmen zu Beginn der Corona-Phase Kurzarbeit anmelden musste und anschließend Schichtarbeit sogar wieder Überstunden notwendig wurden, hätten alle gut mit gezogen – keiner habe die Nerven verloren.

Lesen Sie auch:Fünf Tipps fürs Einschlafen: Vom Wecker ins Bett geklingelt

Für die Firma Bachmann stehe die Förderung von Ausbildungsplätzen weit oben: Von der Schreinerlehre bis zum Informatiker, es gäbe viele Möglichkeiten. Auch ein eigener Online-Handel sei in Planung. Mit einer Vertriebsgesellschaft wolle man über die eigene Entwicklungsschiene innovative Produkte auf den Markt bringen. Schlussendlich diene alles einem Ziel: „Wir wollen einer der Top-Anbieter auf unserem Markt bleiben“, so Bachmann.

Weitere Expansion nicht ausgeschlossen

Eine weitere Expansion schließt Bachmann nicht aus: „Wir hoffen und sehen gute Chancen, dass wir als einer der leistungsfähigsten Betriebe in diesem Spezialbereich auch weiter gesund expandieren können, und hoffen, dass wir dies auch weiter in Neumarkt-St. Veit tun können!“

Drohnenaufnahme des Gesamtbetriebes der Neumarkter Firma Bachmann, der in diesem Jahr erweitert worden ist (oben im Bild).

Kommentare