Biennale Bavaria

Hoffen auf Ende des Lockdowns im April: Planungen für Heimatfilmfestival im Kreis Mühldorf laufen

So war es beim Vorspiel zum Heimatfilmfestival im September: Defilee auf dem roten Teppich im Mühldorfer Kino. Ende April soll das eigentliche Festival stattfinden, falls Corona es zulässt.
+
So war es beim Vorspiel zum Heimatfilmfestival im September: Defilee auf dem roten Teppich im Mühldorfer Kino. Ende April soll das eigentliche Festival stattfinden, falls Corona es zulässt.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
    schließen

Der Verein plant die Biennale Bavaria für dieses Jahr wie geplant und hofft dabei auf Ende der Corona-Regeln. Wie sollte es anders sein, auch das Heimatfilmfestival Biennale Bavaria International im April hängt am seidenen Corona-Faden.

Mühldorf – Mühldorfs Altbürgermeister und Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch ficht das aber nicht an: „Wir sind schon sehr weit und bereiten alles vor. Was sollen wir denn sonst tun?“, fragt er und sagt: „Wir verschieben nur, wenn wir müssen.“

Lesen Sie auch:

Wasserburg und Mühldorf: Festival für kontroverse Heimatfilme hat neuen Termin

Die Kosten laufen weiter, Leistungen des Staats bekommt der Verein nicht, da bislang keine Einnahmen durch Coronavorschriften weggefallen sind. „Im April hätten wir eine andere Situation“, sagt Knoblauch. „Wenn wir wegen staatlicher Einschränkungen verschieben müssten, könnten wir Unterstützung bekommen.“

50 bis 60 Filme an sechs Spielorten

Die Vorbereitung des Festivals ist eine Mammutaufgabe, die sich der Verein unter Knoblauchs Leitung zur Aufgabe gemacht hat. 50 bis 60 Filme sollen an fünf Tagen Ende April in sechs Städten der Region laufen. Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit Diskussionen, Musik, Lesungen, Ausstellungen und Theater. Vier Preise sollen vergeben werden.

Kurator Joachim Kurz sammelt laut Knoblauch derzeit die Filme, die im April gezeigt werden soll. Am Konzept, die besten Filme zu zeigen, die auf anderen Festivals erfolgreich waren, ändert auch Corona nichts. Hinzu kommen Arbeiten von jungen Filmemachern, die ihre Produkte in Mühldorf, Altötting, Burghausen, Haag, Trostberg und Wasserburg vorstellen können.

Preise bei der Biennale Bavaria in vier Kategorien

Derzeit laufen viele Vorarbeiten, die heiße Phase beginnt im Februar. Deshalb ist Knoblauch zurückhaltend, was Namen und Zusagen angeht. Er nennt den einen oder anderen, der an Diskussionen teilnehmen oder in der Preisjury sitzen soll, will die Namen aber noch nicht in der Zeitung lesen. Das gilt auch für die Filme oder die Sponsoren der Preise, die mündlich zugesagt hätten, deren Verträge aber noch ausstünden.

Die Preise werden in vier Kategorien vergeben: Eine dreiköpfige Jury soll die beste Spiel- und Dokumentarfilme auszeichnen. Publikumspreise gehen an die schönsten Kinder- und Jugendfilme und an den besten Beitrag eines Nachwuchsfilmers.

Verein hat ein Budget von 350.000 Euro

An allen sechs Spielorten soll es Schulvorstellungen geben, Diskussionsrunden gehören für Knoblauch fest zum Programm. „Denn das ist ein Ziel des Festivals: Leute sollen sich Gedanken machen, wie sie sich in die Gemeinschaft einbringen können.“ Um neue Heimat von Migranten, das Verhältnis von Heimat zu Glauben, Globalisierung, Europa, um Heimat in Stadt und Land geht es in den Diskussionsrunden.

Auch interessant:

Günther Knoblauch: Karriere als Politiker geht zu Ende

Auf ein Budget von 350.000 Euro kann der Verein laut Knoblauch setzen. Neben den Sponsoren beteiligen sich Paten für die Preise, Landkreis und Kommunen finanziell, dazu kommen verschiedene Filmförderungen. „Fünf Sechstel haben wir schon erledigt“, sagt der Vereinsvorsitzende über das Geldeinsammeln, „den Rest sollen die Eintritte bringen.“ 18 Aktive haben der Verein und das Festival, dazu kommen feste Ansprechpartner in den beteiligten Kommunen.

Sie hoffen wie Knoblauch, dass die Menschen im Frühjahr nach einem langen Coronawinter gerne ins Kino gehen. „Ich habe die Hoffnung, dass die Leute im April froh sind, wenn sie ausgehen können.“

Menschen motivieren

Denn ohne Publikum und eine Verankerung in der Bevölkerung würde das Festival zumindest ein Ziel verfehlen: Menschen zum Engagement für ihre Heimat zu bewegen.

Filme im April

Die „Biennale Bavaria International – Festival des Neuen Heimatfilms“ soll vom 21. bis 25. April stattfinden. Spielorte sind Mühldorf, Altötting, Burghausen, Haag, Trostberg und Wasserburg

Kommentare