Ihre Heimat waren Backstube und Laden

Buchbach – Anna Insinger, im weiten Umkreis als die Greimel-Anni bekannt, feierte im Kreise der Familie Greimel-Gröll ihren 90.

Geburtstag. Neben zahlreichen Gratulanten überbrachten Bürgermeister Thomas Einwang und Pfarrer Herbert Aneder die Glückwünsche der Marktgemeinde und der Pfarrei Buchbach.

Die Jubilarin wurde am 11. Mai 1930 geboren, wuchs mit Bruder Karl in Eiching bei Ranoldsberg auf und besuchte in Ranoldsberg die Schule. Am Nikolaustag 1943, also mit fast 14 Jahren, kam sie als Hausmädchen zum „Greimel-Bäck“ in Buchbach und fand dort ihre Heimat – bis heute.

Dabei wuchs sie nicht nur in das Familienleben der Familien Greimel und Greimel-Gröll hinein, sondern war für viele Schüler frühmorgens auf dem Weg zur Schule eine Institution. Mit gestrengem Blick, aber doch mütterlicher Güte, schickte sie sie nach ihrem Brezen- oder Semmelkauf weiter auf den Weg über den Hügel zur Buchbacher Schule. Die Greimel-Anni war trotz ihrer bescheidenen Art eine Art „graue Eminenz“. Sie prägte die Geschicke der Bäckerei nicht nur gegenüber den Kunden, sondern auch bei den vielen Lehrlingen und Gesellen über die ganzen Jahre wesentlich mit. Solange es ihr möglich war, half sie im inzwischen von Martins-Backstube betriebenen Bäckerladen aus.

So konnte sie 2013 mit 70 Jahren Berufstätigkeit ein seltenes Jubiläum feiern. Zusätzlich war sie lange bei den damaligen Buchbacher Uher-Werken beschäftigt.

In ihrer freien Zeit war die Greimel-Anni mit dem Radl in Buchbach und Umgebung, aber auch auf weiten Strecken zum Beispiel bis nach Wien unterwegs.

Jetzt besucht sie mit dem Rollator regelmäßig den Friedhof und macht sich im Haushalt, vorrangig mit Kuchenbacken, noch nützlich.

Ihren Lebensabend verbringt sie, dem Alter entsprechend noch rüstig, gut umsorgt bei der Familie Greimel-Gröll. ram

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