Aktion #OVB-GESICHTZEIGEN

Herbert Prost von der IHK Mühldorf zu den Lockdown-Hilfen: „Firmen müssen zu lange warten“

Mühldorfs IHK-Geschäftsstellenleiter Herbert Prost.
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Mühldorfs IHK-Geschäftsstellenleiter Herbert Prost.

IHK-Geschäftsstellenleiter Mühldorf Herbert Prost betont, dass die Nerven bei den IHK-Mitgliedern blank liegen. Er bemängelt im Interview, dass Firmen zum Teil sehr lange auf die Hilfen warten müssten.

Mühldorf – Wie ist die Stimmung unter den Mitgliedern?

Herbert Prost: Die Nerven liegen blank, zum Beispiel im Textileinzelhandel. Auch wegen der Saisonware, auf der die Unternehmer sitzen bleiben. Existenzängste gibt es allemal, aber das ist branchenunterschiedlich.

Inwieweit kommen die staatlichen Hilfen bei den Mitgliedern an?

Prost: Die Firmen warten zum Teil sehr lange auf ihr Geld. Die Stimmung ist daher schlecht. Die IHK bewilligt die Hilfen und zahlt sie aus. Aber wir konnten erst vor zwei Wochen damit anfangen, die Dezemberhilfe zu bearbeiten, weil die Software vom Bund nicht zur Verfügung stand. Das ist wahrscheinlich eine Kapazitäts- und Ressourcenfrage.

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Was erwarten Sie von der Politik in Hinblick auf die Wirtschaft?

Prost: Ich erwarte klare Entscheidungen und dass die Corona-Regeln verhältnismäßig sind. Die Unternehmen brauchen Perspektiven und ein Ausstiegsszenario aus dem Lockdown. Außerdem sollte der coronabedingte Bürokratieaufwand abgebaut werden, der die Wirtschaft zusätzlich belastet.

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