Umbau des Naturbades erfolgreich

Heldensteiner Badeweiher erfreut sich nach Wiedereröffnung großer Beliebtheit

Badeweiher Heldenstein
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Der Sprung ins kühle Nass ist am Heldensteiner Badeweiher wieder möglich.
  • Nicole Petzi
    vonNicole Petzi
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Bei den Umbaumaßnahmen des Naturbadbereichs haben Gemeinderäte samt Bürgermeisterin mitgeholfen. Das lag Antonia Hansmeier bei ihrem Amtsantritt als neue Bürgermeisterin von Heldenstein besonders am Herzen: die zügige Eröffnung des Badeweihers.

Heldenstein – Das lag Antonia Hansmeier (CSU) bei ihrem Amtsantritt als neue Bürgermeisterin von Heldenstein besonders am Herzen: die zügige Eröffnung des Badeweihers. Nach Umbaumaßnahmen in ‚rekordverdächtigen‘ acht Wochen und besserer Wasserqualität ist das Naturbad samt neuem Liegewiesenbereich für die Öffentlichkeit zugänglich. Und es wird vielfach genutzt. Ein neuer gesellschaftlicher Treffpunkt, den sich die Bürgermeisterin gewünscht hat.

Nach langem Anlauf ging es dann doch schnell. Bereits zwei Wochen nach ihrem Amtsantritt hat Antonia Hansmeier mit Landrat Max Heimerl (CSU) und den Fachbereichsleitern über den Badeweiher gesprochen. „Das Landratsamt hat keine Steine in den Weg gelegt“, erklärt die 36-jährige Bürgermeisterin. Aber um dem Gesetz gerecht zu werden, mussten Umbaumaßnahmen in die Wege geleitet werden.

Gemeinsam anpacken: Gemeinderäte mit der Regenerationsfolie

In nur acht Wochen kam eine Pflanzkläranlage, Einlaufdüsen und eine Umwälzpumpe dazu. „Der Bauhof hat rund um die Uhr gearbeitet. Aber alle anderen haben auch angepackt“, sagt Hansmeier. Zuletzt legten zahlreiche Gemeinderäte samt Bürgermeisterin sowie Mitglieder der Jugendfeuerwehr an einem Wochenende in einer ‚Hauruckaktion‘ die schwere Regenerationsfolie in das Becken ein. In der darauffolgenden Woche sollten bereits die Schichten eingebaut werden. „Das war ein tolles Gemeinschaftsgefühl, mit allen Fraktionen und wir haben danach gemütlich Brotzeit gemacht.“

Gemeinschaftsprojekt der ganzen Gemeinde

Das Naturbad – ein Projekt der ganzen Gemeinde! Darüber hinaus wurde das Ganze mit dem Bauhof auf eigene Kosten selbst geregelt, da keine große Haushaltsstelle für den Weiher zur Verfügung steht. ‚Drin‘ war noch eine 50 Quadratmeter große Liegefläche. Wünschen würde sich Antonia Hansmeier weitere Höhepunkte wie einen Volleyball-Platz und einen Kiosk. Doch das muss erst einmal warten.

Heldensteiner beim Unkrautjäten am Badeweiher.

Vor dem Hintergrund der momentanen Pandemie-Situation haben solche Vorhaben keine Priorität. Es wäre schön gewesen, wenn das Naturbad früher angegangen worden wäre. Zuletzt zählte jeder Tag, um den Sommer noch mitzunehmen. „Leider sind die Gespräche zwischen meinem Vorgänger und dem Landrat erst einmal ergebnislos verlaufen“, sagt Hansmeier, die einen guten Draht zum neuen Landrat hat. Hier funktioniere die Kommunikation.

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Maximal 50 Badegäste dürfen aufs Gelände

Und auch die Wasserqualität sei nun, nachdem die erste Beprobung durch das Gesundheitsamt nicht ganz gestimmt hat und der halbe Weiher mit Trinkwasser gespeist wurde, sehr gut. Die Badegäste kommen seit der Eröffnung am 1. August in Scharen. „Obwohl wir die Eröffnung nur auf unserer Homepage veröffentlicht haben, kamen bereits am ersten Tag rund 100 Baderatten“, sagt die Bürgermeisterin.

Jetzt geht es um die Besucherlenkung: Maximal 50 Leute dürfen auf das Naturbadgelände. Die Hygienemaßnahmen überwachen ehrenamtliche Ferienjobber, die auch die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen. Umkleiden stehen den Badegästen noch nicht zur Verfügung. Die Toiletten werden in Abständen gründlich gereinigt. Alles für einen sorgenfreien Besuch, bei Badewetter täglich von 14 bis 19 Uhr.

Gesundheit der Gäste geht vor

Und wenn es zu viel Andrang gibt, bekommt Antonia Hansmeier eine Nachricht, dann muss gesperrt werden. Gesundheit geht vor. Die offizielle Einweihung des Naturbads soll übrigens unter Anwesenheit von Landrat Max Heimerl und Innenstaatssekretär Stephan Mayer bis Mitte August erfolgen.

Seit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2017 muss das Wasser von künstlichen Schwimm- oder Badebecken aufbereitet werden. Ein Streitpunkt: Vorgänger Helmut Kirmeier argumentierte gegenüber dem Gesundheitsamt, dass der Badeweiher kein künstliches Gewässer sei und nicht aufbereitet werden müsse. Das Gesundheitsamt hielt hingegen daran fest, dass es ein künstliches Gewässer ist. Ohne biologische Aufbereitung war ein Betrieb des Badeweihers deshalb nicht länger erlaubt und das Gelände wurde gesperrt.

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