Nachruf

Volker Hartmetz

Heldenstein –. Volker Hartmetz aus Attenberg ist kürzlich im 81.

Lebensjahr friedlich entschlafen.

Das Leben von Volker Hartmetz war geprägt von Höhen und Tiefen. Geboren wurde er 1939 in Scharn am Glatzberg als dritter Sohn eines Bauernehepaars. Schon früh musste er neben der Schule in Heldenstein und dem Internat in Pfarrkirchen auf dem elterlichen Hof mithelfen. Um ein perfekter Landwirt zu werden, besuchte er die Landwirtschaftliche Meisterschule, die ihm weltweite Studienreisen ermöglichte. Die dabei gemachten fachlichen Erfahrungen machten ihn zum Pionier im Soja-Anbau.

Die Nachkriegszeit war für Hartmetz eine besonders schwere Zeit, weil sein Bruder, der eigentlich vorgesehene Hoferbe, bei einem Unfall die rechte Hand verlor. Nachdem auch der Vater früh verstarb, ging der Hof daher in noch jungem Alter an ihn über. Die Arbeit im Stall und vor allem auf dem Feld bereitete ihm bis zuletzt viel Freude, auch als der Hof in Attenberg bereits an seinen Sohn Hans-Jörg übergeben war.

1962 schloss Volker Hartmetz mit Anna Angstl den Bund fürs Leben, und die beiden führten eine gute Ehe. Mit Zuckerrüben, Mais und Saatgutvermehrung beschritt Hartmetz auch im Ackerbau neue Wege und war darin erfolgreich.

Ein schwerer Arbeitsunfall hätte Volker 1978 beinahe das Leben gekostet und nur langsam konnte er sich davon erholen.

Sieben Kinder bekam das Paar im Laufe von 20 Jahren, sechs Buben und ein Mädchen. Und wenn bis zuletzt an Festtagen die Kinder mit den 14 Enkelkindern kamen, dann war er froh und unbeschwert.

Dass, wenn auch corona-bedingt, nur im Kreise seiner engsten Angehörigen und Kaplan Markus Nappert, die familieneigene Blasmusik einen letzten Gruß vor dem offenen Grab spielen durfte, war die Erfüllung eines schönen und frommen Lebens.

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