Helden des Alltags aus Mühldorf und Oberneukirchen: „Für mich gab es nur den Wunsch zu helfen“

Zwei Lebensretter geehrt. Simon Emehrer, Landrat Georg Huber und Lukas Müller (von links). bauer
+
Zwei Lebensretter geehrt. Simon Emehrer, Landrat Georg Huber und Lukas Müller (von links). bauer

Lob, Dank und Anerkennung haben sich der Mühldorfer Lukas Müller und der Oberneukirchner Simon Emehrer für ihren Einsatz verdient. Sie haben Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Dafür wurden sie mit der Bayerischen Rettungsmedaille und der Christohorus-Medaille geehrt.

Mühldorf –Der Mühldorfer Polizist Lukas Müller und sein Kollege wurden im Mai 2018 zu einem Wohnungsbrand in Mühldorf gerufen. Zwei Personen verließen das Haus selbstständig und wiesen die beiden Polizisten darauf hin, dass sich in der brennenden Wohnung noch jemanden befinden soll.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Lukas Müller und sein Kollege verschafften sich Zutritt zu der brennenden und völlig verrauchten Wohnung und brachten den im Gang liegenden Bewohner ins Freie, der dadurch mit einer leichten Rauvergiftung überlebte. Dies alles noch bevor Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen. Der 29-jährige Mann erlitt lediglich leichte Rauchvergiftungen und konnte das Krankenhaus in der gleichen Nacht wieder verlassen. Für diesen Einsatz wurde Lukas Müller mit der Bayerischen Rettungsmedaille ausgezeichnet. „Für mich war das der erste Brand, den ich so hautnah erlebt habe. Es war aber klar, dass wir zusammen da reingehen. Ich würd das wieder machen, dafür haben wir diesen Beruf“, sagt Lukas Müller.

„Ich würde das wieder machen“-

Simon Emehrer hat durch sein schnelles Handeln einer 88-jährigen Frau das Leben gerettet und dafür die Christopherus-Medaille erhalten. Mit einem Arbeitskollegen war Emehrer, der auch aktiver Feuerwehrler und Mitglied der DLRG ist, auf einer Baustelle in Garching tätig, als er von einem Parkplatz kommend einen lauten Knall und gleich darauf Schreie hörte. Er machte sich sofort auf den Weg zur Unfallstelle.

Er sah, dass das Bein der 88-Jährigen zwischen einem Auto und einer Mauer eingequetscht und die Seniorin sehr stark blutete. Er erkannte sofort, dass die Verletzung lebensbedrohlich war. Mit dem Gürtel aus der Hose des Arbeitskollegen band er den Oberschenkel ab.

Landrat ehrt beide Lebensretter

Laut dem Notarzt, der zum Unfallort gerufen wurde, geschah dies in letzte Sekunde. Die Seniorin überlebte die schwersten Verletzungen., auch wenn das Bein nicht mehr zu retten war.„Für mich gab es keine großen Überlegungen, sondern nur den Wunsch zu helfen. Bedankt hat sich die Frau bis heute nicht“, sagt Simon Emehrer.

Landart Georg Huber ehrte beide jetzt im Rahmen einer Feierstunde.

Kommentare