Heimatfilm-Tour rund um Mühldorf zeigt die besten Filme aus Europa 

Das verborgene Lebenist der Film, der den Auftakt zum Heimatfilmfestival machen wird. Es beginnt heuer mit einer verkleinerten Form, bevor 2021 die erste „Biennale Bavaria Internationa“ in sechs Städten und Gemeinden der Region stattfinden soll. Verleih
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Das verborgene Leben ist der Film, der den Auftakt zum Heimatfilmfestival machen wird. Es beginnt heuer mit einer verkleinerten Form, bevor 2021 die erste „Biennale Bavaria Internationa“ in sechs Städten und Gemeinden der Region stattfinden soll. Verleih

Die erste Runde des Filmfestivals „Biennale Bavaria International“ beginnt im April und bringt neue Heimatfilme in sechs Städte der Region. Bei dem Festival wollen die Macher nicht nur das Publikum unterhalten und Preise verleihen.

Mühldorf – Mit einer „Kino- und Kulturreise“ beginnt im April das lange geplante Heimatfilmfestival. „Neuer Heimatfilm unterwegs“ heißt das verkleinerte Vorspiel heuer, das 2021 in der „Biennale Bavaria International“ fortgesetzt werden soll. Bei der Vorstellung des Festivals betonte Mühldorfs ehemaliger Bürgermeister Günther Knoblauch: „Das ist eine Chance, uns bewusst mit dem Thema Heimat auseinanderzusetzen.“ Knoblauch steht dem Verein „Internationales Festivals des neuen Heimatfilms“ vor, der seit 2017 damit befasst ist, das Festival in der Region auf die Beine zu stellen.

Der erste Anlauf im vergangenen Herbst wurde verschoben, Knoblauch nannte organisatorische und finanzielle Gründe dafür. Jetzt soll es also losgehen, am Freitag, 24. April, gibt es einen Eröffnungsabend im Mühldorfer Kino, bevor die Heimatfilmtour an den folgenden beiden Tagen in den übrigen Gemeinden weitergeht: Haag, Wasserburg, Trostberg, Altötting und Burghausen stehen auf dem Tourplan; das sind die Städte, in denen auch das Filmfestival 2021 stattfinden soll.

Filmfestival soll zum Nachdenken über den Begriff Heimat anregen

Was bei „Heimatfilm unterwegs“ genau läuft, konnte Kurator Joachim Kurz bei der Vorstellung gestern noch nicht sagen. Die Filme stünden endgültig erst in den Wochen vor dem Termin davor fest. Vorgesehen sind ein Kinder- und Jugendfilm, ein Independentfilm junger Filmemacher und als Hauptfilm der jetzt anlaufende „Ein verborgenes Leben“ über den österreichischen Kriesgdienstverweigerer Franz Jägerstätter, den die Nationalsozialisten hingerichtet haben. Daneben gibt es Diskussionsrunden und Begegnungsabende, zu denen neben dem Publikum auch geladene Gäste und Multiplikatoren kommen werden. Denn eines der wichtigen Ziele des Festivals ist es laut Knoblauch, Menschen zum Nachdenken anzuregen und ins Gespräch zu bringen.

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Kurator Kurz steckte den Rahmen des Festes ab. Es solle kein Premierenfestival werden, sondern eines, das die interessantesten aktuellen Filme zum Thema zeigt. „Wir suchen die besten Filme europaweit zusammen“, sagte er. Dabei sollten die verschiedenen Aspekte des Themas beleuchtet werden, die vom Verlust der Heimat bis zur Auseinandersetzung mit Gefährdung, Zerstörung und Bewahrung der Heimat gehen. Damit sei auch eine gesellschaftliche und politische Aussage verbunden: „Wir wollen der Vereinnahmung des Heimatbegriffs ein weltoffenes und diverses Festival entgegensetzen.“

Noch gibt es aber viel Arbeit, bevor der erste Film offiziell laufen wird. Laut Knoblauch haben die sechs Kommunen und die Landkreise Altötting und Mühldorf ihre auch finanzielle Unterstützung zugesagt, dazu kommen vor allem die VR Raiffeisenbank Altötting- Mühldorf und die Energieversorger aus der Region. 40 000 Euro kostet laut Knoblauch der erste Aufschlag heuer, 400 000 Euro sind es dann zur Biennale im kommenden Jahr.

Beim Wettbewerb gibt es verschiedene Preise

Die soll nicht nur Filme und Filmemacher, vielleicht auch den einen oder anderen Star in die Region bringen, sondern ein echtes Festival mit Wettbewerben und Preisverleihungen sein.

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Ausdrücklich zum Mitmachen sind lokale Filmemacher und Kulturschaffende eingeladen, denn neben den Kinostreifen soll es ein kulturelles Rahmenprogramm geben. „Die Filme sollen der Auslöser für ein gesellschaftlich-kulturelles Programm sein.“

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