Ein harmonischer Beginn

Wer die Konstituierung des Stadtrats vor sechs Jahren in Erinnerung hat, kann sich über den überaus harmonischen Start heuer nur wundern.

Wurde damals intensiv über Modalitäten, Posten und Besetzungen gestritten, hatten sich heuer CSU, SPD, Grüne und UM schon im Vorfeld der Sitzung auf die Verteilung der Posten verständigt. Dabei ging es vor allem darum, die AfD außen vor zu lassen. Den Grundstein legten die anderen Fraktionen mit der Festlegung auf ein Auswahlverfahren, das größere Parteien zulasten kleinerer bevorzugt und damit die AfD herausdrängte.

Einzige Überraschung war die Wahlniederlage von Dr. Reinhard Wanka, der im Vorfeld als Favorit im Rennen um den Posten des Dritten Bürgermeisters galt. Die Entscheidung für Christa Schmidbauer zeigt, dass die Harmonie der Auftaktsitzung nicht in Stein gemeißelt ist, weil viele Mitglieder der CSU-Fraktion nicht wie erwartet den UM-Kandidaten, sondern die SPD-Bewerberin unterstützt haben.

Damit ist klar geworden: Die CSU als stärkste Fraktion wird in der künftigen Stadtpolitik ein entscheidendes Wort mitzureden haben. Gegen ihre Stimmen wird es kaum eine Mehrheit geben.

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