Mit Harmonie zum Erfolg bei der Kommunalwahl

Die amtierenden Stadträtesowie die Ortsvorsitzende und Landratskandidatinführen die SPD in den Kommunalwahlkampf 2020 (von links): Angelika Kölbl, Gottfried Kirmeier, Marianne Zollner, Thomas Enzinger und Christa Schmidtbauer. Becker

Mühldorf. – Keine Platzierungskämpfe gab es bei der Nominierung der SPD-Kandidaten für den künftigen Mühldorfer Stadtrat.

20 Genossen einigten sich in der Bastei ohne Widerspruch auf die vom Ortsvorstand vorgeschlagene Reihenfolge. Bürgermeisterin Marianne Zollner war begeistert von dem Ergebnis, das alle Altersschichten und Berufsgruppen berücksichtige: „Ihr seid alle so tolle Kandidaten, ich habe jetzt richtig Lust die Wahl mit Euch zu gewinnen!“, erklärte die amtierende Bürgermeisterin. Mit solch einer Geschlossenheit könne man überzeugen, war sich die Ortsvorsitzende und Landratskandidatin Angelika Kölbl sicher: „Hier vor Ort ist die Welt noch in Ordnung!“, versuchte sie die Bedenken zu zerstreuen, die der zuletzt schlechte SPD-Trend in Bund und Land impliziere.

Erwartungsgemäß will die Mühldorfer SPD, angeführt von Bürgermeister Marianne Zollner und den amtierenden Stadträten an der Spitze in den Kommunalwahlkampf ziehen. Drei verdiente Stadträte treten allerdings altersbedingt nicht mehr an: Rainer Schratt, Josef Wimmer und Johann Liebl. Besonders bei Letzterem bedankte sich Angelika Kölbl, dem „dienstältesten“ Stadtrat.

Auf der Wahlveranstaltung stellte sich die SPD als große Familie dar, die auch über Vereine und Organisationen, wie „die Eigenheimer“, die AWO oder die Gewerkschaften, eng miteinander verbunden ist. Alle anwesenden Kandidaten nutzten die Möglichkeit, ihre Motivation zur Kandidatur auch selbst noch Ausdruck zu bringen. So gestand beispielsweise die 49-jährige Claudia Hungerhuber auf Listenplatz neun, dass sie es sich gut überlegen musste, als sie gefragt wurde, ob sie denn kandidieren wolle: „Ich will aber wirklich mehr Verantwortung für unser schönes Mühldorf übernehmen“, erklärte sie. Der 25-jährige Sebastian Altmann hingegen zeigte sich voller Optimismus: „Wir können diese Wahl gewinnen. Pack ma’s!“, meinte der Student und erhielt dafür den Beifall der Genossen. Einige wollen der Bürgermeisterin tatkräftig zur Wiederwahl verhelfen: „Da gibt’s bestimmt Flyer zu verteilen oder Plakate aufzuhängen!“, erklärte die 64-jährige Sozialpädagogin Rita Herdegen Hümmrich auf Listenplatz 17. Die Steuerberaterin Irene Umschlag hingegen ist der Ansicht, dass man der Gesellschaft ein bisschen mehr zurückgeben müsse, als nur seine Lohn-Arbeitskraft: „Abgesehen davon will ich noch ein bisschen Action neben der Familie“, lachte die 44-Jährige. Abschließend schlug Wahlleiter Werner Schreiber von der Kraiburger SPD vor, dass die Ersatzkandidaten im Bedarfsfall paritätisch nachrücken sollten: also Frau für Frau und die beiden Männer nach der Reihenfolge jeweils für einen Mann. Dies wurde auch so angenommen.

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