Ein Grundstein für 100 Millionen Euro: Erweiterung und Modernisierung der Altöttinger Kreisklinik

Den Grundstein für die Klinik-Erweiterunghat Ministerpräsident Markus Söder (Dritter von rechts) symbolisch gemeinsam mit Vorstand Michael Prostmeier (von links), Architekt Ulrich Jonas und Projektmanager Thomas Häringer sowie Ärztlichem Direktor Prof. Michael Kraus (von rechts) und Landrat Erwin Schneider gesetzt. In der Zeitkapsel befinden sich unter anderem eine Ausgabe des Alt-Neuöttinger Anzeigers, die Pläne für den Erweiterungsbau, eine 20-Cent-Münze aus dem Jahr 2019 sowie eine Altöttinger Pilgermedaille. Den Festakt umrahmten die Brass-Hüpfer. Schwarz

Ministerpräsident Markus Söder hat zusammen mit der Klinikleitung und Vertretern des Landkreises Altötting den Grundstein gelegt für die Erweiterung und Modernisierung der Altöttinger Kreisklinik gelegt. Über 100 Millionen Euro sollen im Zuge der fünf Bauphasen investiert werden, 80 Prozent der Kosten trägt der Freistaat. Das Haus gehört seit 1. Januar zum gemeinsamen Klinikverbund Inn-Kliniken Alötting-Mühldorf.

Altötting/Mühldorf – Seit knapp einem Jahr laufen die Bauarbeiten, der Rohbau dürfte im Februar fertiggestellt werden. Hier werden sieben Operationssäle, das Labor und die Zentralsterilisation untergebracht. Der zweite Bauabschnitt betrifft die Aufstockung der Bettenhäuser und beginnt voraussichtlich im März. Für den dritten Bauabschnitt, die Erweiterung der Intensivstation und der Intermediate Care, wurde Ende vergangenen Jahres der Förderantrag eingereicht, um eine Aufnahme in das Krankenhausbauprogramm zu erreichen. Die zwei letzten Bauabschnitte umfassen dann den Umbau im Bestand und die Sanierung der Bettenhäuser.

Bauarbeiten seit einem Jahr

Denn die Altöttinger Klinik ist in die Jahre gekommen. Ihr Ursprung allerdings habe einen „Meilenstein“ in der Krankenhausentwicklung der Region dargestellt, sagte Landrat Erwin Schneider beim Festakt zur Grundsteinlegung. Anfang der 1980er Jahre fiel der Beschluss, die Krankenhäuser von Altötting und Neuötting sowie das Kinderkrankenhaus Altötting zu einem großen Haus der Schwerpunktversorgung zusammenzulegen.

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Um diesen Status zu halten und auszubauen, bedürfe es heute aber wieder gravierender Veränderungen. Deshalb hätten sich die Klinikverantwortlichen im Verwaltungsrat und im Kreistag zu den umfassenden Investitionen entschieden. Und die aktuell vollzogene Fusion mit den Kreiskliniken Mühldorf komplettiere das Paket: „Die Zusammenlegung und die Erweiterung passen in der Summe zusammen“, erklärte Schneider.

Söder bricht Lanze für die ländliche Region

So wie der Ministerpräsident in seiner kurzen Ansprache überhaupt eine Lanze für die ländliche Region brach, für deren Lebensqualität insbesondere das gut ausgebaute Krankenhauswesen unabdingbar sei. Die Versorgung der Patienten müsse wohnortnah und auf höchstmöglichem qualitativen Niveau erfolgen: „Hier ist die wichtigste Klinik für die Menschen der Region.“ Es sei im Interesse aller, wenn die medizinische Versorgung vor Ort entwickelt werde. Gleichzeitig beklagte Söder aber den bisweilen mangelnden Respekt vor dieser Arbeit.

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Ein Krankenhaus lebe aber nicht nur von der medizinischen Qualität, sondern auch von der Zuwendung der Pflegekräfte für die Patienten. Söder sprach von einer „ethischen Herangehensweise“ und zeigte deshalb auch seine Freude darüber, dass beim Festakt der Grundsteinlegung der ökumenische kirchliche Segen gespendet wurde.

2019 in Altötting 26.300 Patienten versorgt

Klinikvorstand Michael Prostmeier hatte die Klinik vorgestellt und zwei Zahlen für das Jahr 2019 genannt: 26 300 Patienten seien stationär versorgt worden und 1700 Babys zur Welt gekommen. Seit über 30 Jahren erfülle die Kreisklinik Altötting ihren Auftrag als Schwerpunktversorger.

Mit der Erweiterung, Sanierung und nicht zuletzt der Fusion solle dieser Auftrag auf zukunftssicheren Beinen weiter qualitätvoll und kompetent erfüllt werden, sagte Prostmeier. ecs

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